Freitag, 31. Dezember 2010

CINEtologische Jahresbilanz 2010

Lassen wir die nackten Zahlen über das Kinojahr 2010 sprechen:

Kinofilme gesamt: 91
davon im CineStar Neubrandenburg: 61    (Loyalitätswert: 67,033 %)
davon Kinofilme mit deutscher Beteiligung: 14 (Anteil an der Gesamtzahl: 15,38 %)
Doppelbesuche: 8
Kinofilmminuten: 10.019
zusätzlich für Doppelbesuche: 894
Gesamtkosten: 487,50 €
davon im CineStar Neubrandenburg: 400,60 €
Durchschnittspreis pro Kinokarte: ~ 5,36 €
Ø Sterne-Wertung: 4,91 (447 von 637 möglichen Sternen)

Im Vergleich zur Jahresbilanz 2009 bedeutet das:

Kinofilme gesamt: +36 (entspricht +39,56 %)
davon im CineStar Neubrandenburg: +9 (entspricht +14,75 %, aber: LW +27,512 %)
davon Kinofilme mit deutscher Beteiligung: +5 (entspricht +9,66 % Anteil an Gesamtzahl)
Doppelbesuche: +5 (entspricht +60,25 %)
Kinofilmminuten: +54 (entspricht +0,87 %)
zusätzlich für Doppelbesuche: +508 (entspricht +56,82 %)
Gesamtkosten: +144,60 € (entspricht +29,66 %)
davon im CineStar NB: +72,70 €       (entspricht +18,15 %)
Durchschnittspreis pro Kinokarte: -0,87 €  (entspricht -13,96 %)
Ø Sterne-Wertung: +0,24

Ø Sterne-Wertung: 4,91 (447 von 637 möglichen Sternen)
Im Vergleich zur Jahresbilanz 2008 bedeutet das:

Kinofilme gesamt: +34 (entspricht +37,36 %)
davon im CineStar Neubrandenburg: +12 (entspricht +19,67 %, aber: LW -18,932 %)
davon Kinofilme mit deutscher Beteiligung: +0 (entspricht +0 % Anteil an Gesamtzahl)
Doppelbesuche: +8
Kinofilmminuten: +3841 (entspricht +38,34 %)
zusätzlich für Doppelbesuche: +894
Gesamtkosten: +178,10 € (entspricht +36,53 %)
davon im CineStar NB: +137,20 €       (entspricht +34,25 %)
Durchschnittspreis pro Kinokarte: -0,07 €  (entspricht -1,29 %)
Ø Sterne-Wertung: +0,54

Ankündigung: CSB 2.0.1.1 + Stimmen aus der Blog-Coop-osphäre

Mit der Bekanntgabe der Preisträger der 1. CINEtologie Awards 2010 gestern Abend/Nacht ist aus der Sicht des Gründer-CINEtologen ein krönender Abschluss für das Kinojahr 2010, welches mit seinen wohl lange Zeit unerreicht bleibenden 91 Kinofilmen und 10.019 dokumentierten Kinofilmminuten ohnehin schon ein ausgewachsenes Rekordjahr darstellt, gefunden worden.

Was euch von CINEtologischer Seite bzw. auf dem CINEtologischen Blog im auf den Schritt folgenden neuen Jahr 2011 an Neuerungen erwartet, darauf soll dieser Blogpost nun zu sprechen kommen. Sprich:

  • Die sicherlich tief greifendste, weil das 7-Sterne-System und damit die Bewertung direkt berührende Änderung betrifft die sog. 3DIKS-Kriterien, die mit dem CSB-Update 2.0.1.1 nicht nur die Zahl in ihrem Namen aufstocken müssen: Die 4DIKS-Kriterien werden neben den drei bewährten (Darsteller, Drehbuch, Dramaturgie) ein weiteres D hinzugewinnen: D wie Dialoge. Ein entsprechender Bedarf bei der Sternevergabe hat sich im vergangenen Jahr klar gezeigt. 
  • Mit der anderen Neuerung soll die Vernetzung mit anderen Kino- und Filmblogs vorangetrieben werden. Den entscheidenden Impuls oder (etwas metophorischer gesprochen:) den Stein des Anstoßes hat Dr. Borstel in seinem Blog mylifeinreverse (hier am Beispiel der Kritik zu The Lovely Bones bzw. In meinem Himmel) mit der dortigen Verlinkung "Weitere[r] Meinungen" am Ende der jeweiligen Kritik gegeben/geworfen. Für CINEtologie ist eine Adaption geplant, welche unter der Kritik sowohl die (sofern vorhandene) Meinung des CINEtologischen Würdenträger Ersten Ranges als auch die des CINEtologischen Ehrenmitglieds in jeweils einem  prägnanten Satz expliziert. Schließlich sollen auch noch Stimmen aus der Blog-Coop-osphäre sichtbar gemacht werden, wobei es hier wohl  darauf hinauslaufen wird, sich auf die jeweils eigenen Wertungsangaben (x Einheiten von y Einheiten) zu beschränken.

In diesem Sinne wünscht der Gründer-CINEtologe seinen Besuchern und vor allem seinen Blog-Coop-Kollegen einen optimalen Start in ein filmreiches Jahr 2011 und verbleibt mit der Hoffnung, dass CINEtologie auch im neuen Jahr Erfolge (vorrrangig in Bezug auf die Reichweite des Angebots zu verstehen) verbuchen kann.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

CINEtologie Awards 2010: Die Preisträger


Vielleicht war bei der Ankündigung der CINEtologie Awards 2010 vom 09.12.2010 noch nicht jedem klar, dass es sich bei dieser fortan alljährlichen Preisverleihungszeremonie aus dem Hause CINEtologie um einen von Grund auf ernsthaften Versuch des Gründer-CINEtologen handelt, neben den so verbreiteten Top- und Flop-Listen langfristig eine ebenso un- bis außergewöhnliche kritische Filmpreisvergabe-Instanz in der Film-Blogosphäre zu schaffen.
Die Liste der für die Jury gewonnenen Damen und Herren am Fußende dieses Prämierungsposts soll diesen Blog-übergreifenden Anspruch noch unterstreichen. Ihnen ist es letztendlich zu verdanken, dass die nachfolgenden Preise in 7 Kategorien - über die subjektive Perspektive des Gründer-CINEtologen hinaus - vergeben werden konnten.

Nun jedoch endlich zum eigentlich Grund, warum wir uns hier heute virtuell zusammengefunden haben:

# Der Goldene 35mm Kinostreifen am Horizont #
erscheint über

als Regisseur von
 The Social Network

# Der Große Hollywood-Slash-and-Burn-Flammenwerfer #
 wird in die Hände gelegt von

Matthew Vaughn
als Regisseur von
Kick-Ass

 # Die Goldene Clubkarte für Animateure #
 wird ausgehändigt an

Pixar Animation Studios
für
Toy Story 3

 # Die Bunte Happy-Endlosschleife #
 "schmückt" fortan

David Slade & Taylor Lautner
stellvertretend für 
Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot

# Die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte #
teilen sich

Noomi Rapace  

Noomi Rapace
für ihre Rolle in 



Leonardo DiCaprio Berlinale 2010 

für seine Rollen auf/in


# Die Weiß-Goldene Autorenstreik-Friedenstaube #
 fliegt zu

Christopher Nolan
als Drebuchautor von 

 # Die Ästhetische Erfahrungsschatzinsel #
 betreten haben wir mit

Edgar Wright
stellvertretend für 


#######################Fußende#######################

Für die Jury der 1. CINEtologie Awards konnte
der Gründer-CINEtologe
diese Damen und Herren aus der
Blogosphäre
gewinnen:

Dr. Borstel
Julian
 Filmfreek
CharlesDexterWard
ChristiansFoyer
Frau Flinkwert
Christof Kurz
Filmtogo
biglars
CineKie
Candide
Karatekueken
Stefan

JulianH

Mein herzlicher Dank für die Stimmabgabe geht außerdem an:

MovieJones
HaJü Hödl vom Cineplex Passau
daskeyzerlein
MoviezKult
Moviereporter

Joone

Ebenfalls Erwähnung finden soll hier das
CINEtologische Umfeld,
welches in Person des

CINEtologischen Würdenträger Ersten Ranges,
des CINEtologischen Ehrenmitglieds sowie
des CINEtologischen Anwärters

vertreten war.

Konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und andere Anregungen für die 2. CINEtologie Awards in einem Jahr nimmt der Gründer-CINEtologe selbstverständlich gern entgegen.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

CINEtologie Awards 2010: Die Nominierungen

Stilecht am 23.12.2010 um 23:12 Uhr und damit ca. 7 Stunden nach dem letzten Kinofilm im CINEtologischen Kinojahr 2010 sowie im Nachgang der obligatorischen Blogposts mit den Kritiken zu den Kinobesuchen zwischen dem 23.11. und dem 23.12. geht hier nun die Liste mit den Nominierungen in den 7 Preiskategorien online.

# Der Goldene 35mm Kinostreifen am Horizont #
(für den um Längen besten Film des Jahres)


Christopher Nolan als Regisseur von
Inception

Jaco Van Dormael als Regisseur von
Mr. Nobody

Guy Ritchie als Regisseur von
Sherlock Holmes

David Fincher als Regisseur von
The Social Network



# Der Große
Hollywood-Slash-and-Burn-Flammenwerfer #
(für den beeindruckendsten Independent-Film)


Matthew Vaughn als Regisseur von
Kick-Ass

Cary Fukunaga als Regisseur von
Sin Nombre

Tom Ford als Regisseur von
A Single Man

Anton Corbijn als Regisseur von
The American

Rodrigo Cortés als Regisseur von
Buried - Lebend begraben

Antoine Fuqua als Regisseur von
Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest



# Die Goldene Clubkarte für Animateure #
(für den animierendsten Animationsfilm)


Sony Pictures Animation für
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Universal Animation Studios & Illumination Entertainment für
Ich - Einfach unverbesserlich

Indian Paintbrush für
Der Fantastische Mr. Fox

Pixar Animation Studios für
Toy Story 3

DreamWorks Animation für
Megamind



# Die Bunte Happy-Endlosschleife #
(für den Film mit Goldenem Himbeer-Nachgeschmack)


David Slade & Taylor Lautner stellvertretend für
Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot

Samuel Bayer & Michael Bay stellvertretend für
A Nightmare on Elm Street

M. Night Shyamalan & Noah Ringer stellvertretend für
Die Legende von Aang

Dani Levy & Markus Hering stellvertretend für
Das Leben ist zu lang

Phil Traill & Sandra Bullock stellvertretend für
Verrückt nach Steve

Robert Rodriguez & Adrien Brody stellvertretend für
Predators



# Die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte #
(für die überragende Leistung einer Darstellerin
und eines Darstellers)


Noomi Rapace für ihre Rolle in
Verdammnis & Vergebung

Emma Stone für den intelligenten Teenie-Gossip in
Einfach zu haben

Jessica Alba stellvertretend für das Cast von 
Machete

Sandra Bullock für ihre Rolle in
Blind Side - Die große Chance

Amanda Seyfried für ihre Verkörperung von
Chloe

Robert Downey jr. für seine Verkörperung von
Sherlock Holmes & Iron Man 2

George Clooney für seine Rolle
Up in the Air

Russel Crowe für seine Neudefinition des
Robin Hood

Leonardo DiCaprio für seine Rollen auf/in
Shutter Island & Inception

Jared Leto für seine Verkörperung des
Mr. Nobody

Heath Ledger (✝ R.I.P.) für seine letzte Rolle in
Das Kabinett des Dr. Parnassus



# Die Weiß-Goldene Autorenstreik-Friedenstaube #
(für das herausragendste adaptierte oder Original-Drehbuch)


Christopher Nolan als Drebuchautor von
Inception

Jaco Van Dormael als Drebuchautor von
Mr. Nobody

Jason Reitman & Sheldon Turner als Drebuchautoren von
Up in the Air

Laeta Kalogridis als Drebuchautorin von
Shutter Island

M. R. Johnson, Anthony Peckham, Simon Kinberg (Script)
Arthur Conan Doyle (Charaktere)
Lionel Wigram (Story)

als Drebuchautoren von
Sherlock Holmes

Aaron Sorkin als Drebuchautor von
The Social Network

Jonas Frykberg als Drebuchautor von
Verdammnis & Vergebung



# Die Ästhetische Erfahrungsschatzinsel #
(für horizonterweiternde Filmkunst)


Edgar Wright stellvertretend für
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Rodrigo Cortés
stellvertretend für
Buried - Lebend begraben

Wes Anderson
stellvertretend für
Der Fantastische Mr. Fox

Tom Ford
stellvertretend für
A Single Man

Jaco Van Dormael
stellvertretend für
Mr. Nobody

Christopher Nolan
stellvertretend für
Inception

Atom Egoyan
stellvertretend für
Chloe



Und nun bitte ich euch um eure Stimmabgabe: Welcher Film soll in der jeweiligen Kategorie am 30.12.2010 prämiert werden? Welcher Schauspieler und welche Schauspielerin verdienen gemeinsam die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte?
Ihr habt nun also 7 Tage lang Zeit, diese Wahl zu treffen und mir bei der Preisträgerfindung zu helfen!

Schon jetzt geht mein größter Dank an den Herrn im Palast (beim Namen genannt: Christof Kurz), der die CINEtologie Awards durch seine vortreffliche grafischen Gestaltung der einzelnen Kategorien in der von mir gewünschten Form erst möglich gemacht hat!

Kritik: Meine Frau, unsere Kinder und ich (23.12.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Du hast mir gesagt, dass sie Potenzmittel verkauft! Du hast nicht gesagt, dass sie selbst eines ist!

Mit diesem Zitat dürfte die (Neben-)Rollenbeschreibung von Jessica Alba recht treffend formuliert sein, der als Andi Garcia etwas zu sehr die Pferde durchgehen... aber verzeihen wir ihr das? Na sicher!

Gaylord Focker, Ober-Focker oder schlicht Greg Focker? Im dritten Teil der Familienkonfrontationstherapie mit den Focker's und den Byrnes zieht der sog. Kreis des Vertrauens weite Kreise: Es geht nun gleich um das Byrne'sche Patriarchat an sich!

So viel Selbstbewusstsein Ben Stiller in seiner Rolle als Gaylord „Greg“ Focker auch getankt haben mag - er kommt schlicht nicht an den heimlichen Hauptdarsteller Robert De Niro als Patriarch Jack Byrnes heran, der hier die (Achtung: Anspielung!) (Mess-)Latte aber auch ordentlich hoch hängt. Aber auch die Nebenrollen von Barbra Streisand und Dustin Hoffman kommen sehr schön zur verdienten Geltung.

Ich für meinen Teil habe nun den für mich krönenden Abschluss einer Triologie gesehen, die nicht zwingend um weitere Episoden aus dem Leben der beiden (wenn auch zugegeben:) liebgewonnenen Familien ergänzt werden muss. Wirklich nicht, so gut es auch gemeint sein mag, werte Damen und Herren von Universal, Paramount, DreamWorks, Relativity Media, Tribeca und Everyman. Aber wenn Mr. De Niro unbedingt drauf besteht, seine Paraderolle fortzuführen... wer weiß, wer weiß...

CINEtologisches Ehrenmitglied meint:
Dieser Film hat meine Lachmuskeln gefockt!
6 Sterne

Kritik: The Tourist (19.12.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Fuck... Sie sehen so ausgehungert aus! -  
Sie meinen sicher "ausgezeichnet".

Ich möchte voranstellen, dass ich mich den scheinbar grassierenden negativen bis vernichtenden Kritiken sowohl aus den USA als auch aus Deutschland nicht anschließen kann - vor allem, was das Zusammenspiel der Hauptdarsteller angeht.

Wenn man bedenkt, dass Tom Cruise für die Rolle des Frank Tupelo vorgesehen war, bin ich ausgesprochen dankbar für die Konstellation Jolie-Depp. Und für mich war es eben diese Kombination, die den Plot-Twist am Ende möglich gemacht hat.
Oben genanntes Zitat aus dem Film steht aber auch stellvertretend für einen Eindruck, den ich über die gesamte Laufzeit hinweg nicht los wurde: Ist Mrs. Jolie wirklich schon so unheimlich abgemagert?

An der handwerklichen Arbeit des Herrn von Donnersmarck besteht für mich ehrlich gesagt noch ein viel geringerer Zweifel, da ich die kritisierten Längen und Actionunterbrechungen als Zuschauer dankbar entgegengenommen habe.

Addiert man dazu die kameratechnisch hervorragend eingefangenen Bilder von Venedig, komme ich auf eine CINEtologische Sternenzahl von 5, die "schwächliches deutsches Hauptabendfernsehen, in das sich irritierenderweise Hollywood-Stars verirrt haben" beim besten Willen nicht erreichen würde.

Kritik: Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte (18.12.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Eine Erkenntnis: Wenn im Trailer die Animationen bis auf zwei Ausnahmen lieblos wirken, werden sie es im fertigen Film mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (leider) auch sein.

Die Chroniken von Narnia sollten ein verfilmtes Abschlusskapitel bekommen - und das haben sie. Sogar mit einer moralischen Schlusszene (bzw. in meinen Ohren sogar mit religiösen Anwandlungen) am Ende der Welt von Narnia. Die Metapher vom mutigen Löwen ist mir zwar bereits seit dem Zauberer von Oz vertraut, fühlt sich aber auch in diesem Kontext gut an.

Was sich hingegen furchtbar anfühlte und kaum mit anzusehen war: Bis auf Reepicheep und Aslan, die im CGI-Budget wohl fest eingeplant waren oder noch aus den anderen Teilen recht günstig zur Verfügung standen, mussten alle anderen Animationen scheibar in der Sparflamme geschmiedet werden. Ein trauriger Anblick für jemanden, der zumindest den ersten Teil gemocht hat.

So schön es ist, zu sehen, wie Lucy (gespielt von der mittlerweile 15-jährigen Georgie Henley) erwachsen wird und ihren Schwesterkomplex ablegt, so bedauerlich ist es, das Disney nach zwei Teilen die Produktion nach Streitigkeiten an 20th Century Fox abgibt und mit ansieht bzw. uns mit ansehen lässt, wie der doch sicher als krönender Abschluss geplante dritte Teil unter neuer Regie (Michael Apted statt wie bisher Andrew Adamson) und mit offenbar weniger Budget für die Animationen vor sich hin dümpelt.

Kritik: Ich sehe den Mann deiner Träume (17.12.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Der Originaltitel You Will Meet a Tall Dark Stranger erfasst die Zweideutigkeit, mit der im Film vom großen schwarzen bzw. dunklen Fremden, den wir alle irgendwann treffen, gesprochen wird, um so viel besser als die deutsche Übersetzung, die sich zu einseitig gibt. Woody Allens 41. Regiearbeit, zu der er auch noch das Drehbuch schrieb, sprüht nur so vor Leben, während es noch im selben Moment mächtig nach Alltag stinkt.

Ihr müsst den vorangegangenen Satz nicht sofort als Kompliment verstehen - auch wenn er so gemeint ist. Allens Charaktere stehen mitten im Leben und fühlen sich authentisch an. Vor allem Naomi Watts als Sally und Sir Anthony Hopkins als ihr Vater Alfie scheinen befreiter vor der Kamera agieren zu können als in den üblichen Hollywood-Rollencorsagen. Mutter Helena (gespielt von Gemma Jones) und ihr Trösterchen-Problem zieht sich wie ein roter Faden durch die Story, in der Liebe im Speziellen und das Leben im Allgemeinen nahezu ohne Maskenbilder auskommen müssen.

Die Fensterszenen, in denen Roy (Josh Brolin) erst die schöne Unbekannte in der Wohnung gegenüber erspäht, um später aus deren Fenster in seine ehemalige Wohnung zu blicken, in der sich seine Ex-Frau gerade ihrer Kleider entledigt - in solchen Filmmomenten weiß man wieder, wofür man so viel Zeit in Kinosälen verbringt.

Kritik: Megamind (15.12.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Wer oder was entscheidet über gut und böse: Die Familie? Die Ersatzfamilie? Die Umwelt? Der Einzelne?
DreamWorks ist in seinem neuen computeranimierte Kinofilm näher darauf eingegangen.

Manchmal fallen das Gute und das Böse sprichwörtlich vom Himmel. Besonders dann, wenn die zwei Heimatplaneten von einem Schwarzen Loch geschluckt wurden. Und mit ihnen die Eltern. Auf der Erde angekommen könnte die Ausgangssituation kaum unterschiedlicher sein: Der eine landet bei liebevollen Eltern, der andere zwischen Knastbrüdern...
Die Hauptcharakterschöpfungen, die uns hier präsentiert und von Bastian Pastewka (Megamind) und Oliver Welke (Metroman) überzeugend synchronisiert werden, sind sympathisch und sowohl in der Konstellation zueinander als auch in der Interaktion mit ihrer Umwelt - allen voran: Roxanne Ritchi - herrlich komisch.
Dass die Gefühle für eben diese Frau schließlich die Karten zwischen Schurke und strahlendem Helden neu mischen, überrascht weniger. Dafür aber durchaus hin und wieder der dramaturgische Weg dorthin.

An der Oberfläche ohne erkennbaren Makel, im Inneren zwar nicht neu, aber sehr unterhaltsam gestrickt, hat es Megamind vollbracht, meine vorherrschende Skepsis nach Sichtung des Trailers in Wohlwollen zu transformieren.

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Megamind
wurde für die
nominiert.