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Donnerstag, 30. Dezember 2010

CINEtologie Awards 2010: Die Preisträger


Vielleicht war bei der Ankündigung der CINEtologie Awards 2010 vom 09.12.2010 noch nicht jedem klar, dass es sich bei dieser fortan alljährlichen Preisverleihungszeremonie aus dem Hause CINEtologie um einen von Grund auf ernsthaften Versuch des Gründer-CINEtologen handelt, neben den so verbreiteten Top- und Flop-Listen langfristig eine ebenso un- bis außergewöhnliche kritische Filmpreisvergabe-Instanz in der Film-Blogosphäre zu schaffen.
Die Liste der für die Jury gewonnenen Damen und Herren am Fußende dieses Prämierungsposts soll diesen Blog-übergreifenden Anspruch noch unterstreichen. Ihnen ist es letztendlich zu verdanken, dass die nachfolgenden Preise in 7 Kategorien - über die subjektive Perspektive des Gründer-CINEtologen hinaus - vergeben werden konnten.

Nun jedoch endlich zum eigentlich Grund, warum wir uns hier heute virtuell zusammengefunden haben:

# Der Goldene 35mm Kinostreifen am Horizont #
erscheint über

als Regisseur von
 The Social Network

# Der Große Hollywood-Slash-and-Burn-Flammenwerfer #
 wird in die Hände gelegt von

Matthew Vaughn
als Regisseur von
Kick-Ass

 # Die Goldene Clubkarte für Animateure #
 wird ausgehändigt an

Pixar Animation Studios
für
Toy Story 3

 # Die Bunte Happy-Endlosschleife #
 "schmückt" fortan

David Slade & Taylor Lautner
stellvertretend für 
Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot

# Die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte #
teilen sich

Noomi Rapace  

Noomi Rapace
für ihre Rolle in 



Leonardo DiCaprio Berlinale 2010 

für seine Rollen auf/in


# Die Weiß-Goldene Autorenstreik-Friedenstaube #
 fliegt zu

Christopher Nolan
als Drebuchautor von 

 # Die Ästhetische Erfahrungsschatzinsel #
 betreten haben wir mit

Edgar Wright
stellvertretend für 


#######################Fußende#######################

Für die Jury der 1. CINEtologie Awards konnte
der Gründer-CINEtologe
diese Damen und Herren aus der
Blogosphäre
gewinnen:

Dr. Borstel
Julian
 Filmfreek
CharlesDexterWard
ChristiansFoyer
Frau Flinkwert
Christof Kurz
Filmtogo
biglars
CineKie
Candide
Karatekueken
Stefan

JulianH

Mein herzlicher Dank für die Stimmabgabe geht außerdem an:

MovieJones
HaJü Hödl vom Cineplex Passau
daskeyzerlein
MoviezKult
Moviereporter

Joone

Ebenfalls Erwähnung finden soll hier das
CINEtologische Umfeld,
welches in Person des

CINEtologischen Würdenträger Ersten Ranges,
des CINEtologischen Ehrenmitglieds sowie
des CINEtologischen Anwärters

vertreten war.

Konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und andere Anregungen für die 2. CINEtologie Awards in einem Jahr nimmt der Gründer-CINEtologe selbstverständlich gern entgegen.

Samstag, 23. Oktober 2010

Kritik: The Social Network (06.10.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Schöpfungsmythen brauchen einen Teufel.

Der Mark Zuckerberg, der im sozial vernetzten Filmprojekt von David Fincher (Regie) und Aaron Sorkin (Drehbuch) auf Basis des Buches Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug von Ben Mezrich porträtiert wird, taugt nicht zu einem solchen simplifizierten Teufel.

Und damit vollbringt der Film - "[that] isn’t a documentary. Art isn’t about what happened, and the properties of people and the properties of ‘characters’ are two completely different things" (Sorkin im New York Magazine) - dann auch seine größte Leistung:

Er gibt sich nicht mit dem so oft bemühten und dabei belassenem Dualismus von gut und böse zufrieden.
Er sprüht vor Sarkasmus aus dem Mund des zentralen Darstellers Jesse Eisenberg, versprüht gleichzeitig diese faszinierenden IT-Funken aus dem lodernden Brandsatz nach dem Big Bang der Sozialen Netzwerkbildung (mein Gegenentwurf zum oben genannten Schöpfungsmythos) in einem kleinen Zimmer auf dem Campus der vielgerühmten Harvard University.
Er versieht einen Musiker mit der Rolle als Hassfigur der Musikindustrie: Justin Randall Timberlake gibt den Sean Parker hinter Napster.

Das Gebilde des Neides, des Verrats, des grenzenlosen Ehrgeizes, das so sorgsam und umsichtig errichtet wird, gerät immer wieder ins Wanken, sodass man eine Position auf beiden Seiten einnehmen muss, um einen einigermaßen stabilisierten Eindruck von der Legende um Facebook zu bekommen.

The Social Network hat, was es braucht, um die kurzlebige Zeit der großen Leinwandpräsentation zu überdauern: Einen Hauptdarsteller mit Profil; eine Geschichte, die sich mit einem Phänomen des Internetzeitalters beschäftigt ohne dabei die Moral für den Zuschauer vorausschauend vorwegzunehmen; eine besondere musikalische Untermalung (verantwortlich dafür: Trent Reznor und Atticus Ross), die das von der Kamera beeindruckend eingefangene Kunstwerk als solches manifestiert und schließlich eine Erzählstruktur, die uns aus dem Kanzleibesprechungsraum in die Uni, in den Club, nach Kalifornien und zurück führt.

#######

The Social Network

wurde mit dem
Goldenen 35mm Kinostreifen am Horizont
prämiert.


The Social Network
wurde für den 
sowie für die
nominiert.

Donnerstag, 23. September 2010

Kritik: Toy Story 3 (12.09.2010)

Gesamteindruck: ✪✪✪✪✪✪
Darsteller       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Drehbuch       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Dramaturgie   ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Innovation      ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✪
Kamera/Optik ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✪
Soundtrack     ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰


CINEtologisches Fazit:

Ein detailverliebt animiertes Coming of Age in der Spielzeugkiste aus dem Hause Pixar.

Eine Kita als ToyKZ… äh… Hochsicherheitsgefängnis für Spielzeug; eine Barbie-Puppe, die über legitime Herrschaft im Angesicht eines frustrierten, tyrannischen, rosa Kuschelbären spricht; ein Anflug von (es folgt eine Eigenkreation:) Buzzspanic Language – die animierte Kindheitserinnerung schafft meinem ganz persönlichen Empfinden nach den Sprung in das 21. Jahrhundert (Anmerkung des Gründer-CINEtologen: Toy Story stammt aus dem Jahr 1995, Toy Story 2 aus dem Jahr 1999) nahezu wortwörtlich spielend.

Den Synchronstimmbruch insbesondere bei Woody (von Peer Augustinski hin zu Michael „Bully“ Herbig) kann ich verzeihen.

Ein ausgesprochener Dank für das Aufpolieren dieser Helden meiner Kindheit geht an die realisierenden Damen und Herren in den Pixar Animation Studios sowie auch an Lee Unkrich, der es vom Schnitt der beiden Vorgänger bis hin zum Regisseur und Produzent (neben Darla K. Anderson) des vorliegenden dritten Teils gebracht hat!

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Toy Story 3
wurde mit der
prämiert.

Toy Story 3
wurde für die
nominiert.

Freitag, 23. Juli 2010

Kritik: Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot (21.07.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Der Gründer-CINEtologe bekommt beim besten Willen keinen Bis(sen) mehr runter - ob nun im Morgengrauen, zur Mittagsstunde, beim Abendrot oder zu welchem Zeitpunkt auch immer!

Team Edward und Team Jacob versuchen in Bellas Team vorzustoßen bzw. mit ihr inTeam zu werden. Entschuldigt dieses dahergelaufene Wortspielchen, aber irgendwie passt es zu den von Phrasenmähdrescher Cullen (Robert Pattinson) ausgeworfenen romantischen Abfallprodukten und dem um den Herrn Black (bzw. Lautner) gescharten, ruinierten Rudel, welches einer längst untergegangen geglaubten Frei(ober-)körper-Kultur (zu finden an ausgewiesenen FOKK (= Freie Oberkörper Kultur)-Stränden, am Straßenrand, auf weiter Flur etc.) fröhnt.

Während die Dramaturgie zielstrebig auf 5 Minuten Kampfszenen zwischen mit den guten Blutsaugern paktierenden Werwölfen und den übermütigen jungen Wilden (Spoiler? Und wenn schon!) zusteuerte, verlor sich die Story zwischen den Wiesenblumen, den schneebedeckten Landschaftssetteilstücken und in leblosen, zwischen Bella und Edward permanent ausgetauschten und ausgelutschten Worthülsenfrüchten.

Und so sehr ich das Dreieck auch als geometrische Form (vor allem an der Pyramide) schätze, so unpräzise aufgespannt wirkt es in diesem dritten Teil der zwielichtigen Saga, die mich nicht mehr zum Kinobesuch - künftig auch nicht auf Aufforderung einer guten Freundin hin - veranlassen kann.

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Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
wurde mit der
prämiert.


Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
wurde für die
nominiert.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kritik: Millennium-Trilogie: Vergebung (08.06.2010)

Gesamteindruck: ✪✪✪✪✪✪
Darsteller       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Drehbuch       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Dramaturgie   ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Innovation      ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Kamera/Optik ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Soundtrack     ✰ ✰ ✰ ✰ ✰

CINEtologisches Fazit:

Das Finale der Millennium-Trilogie ist – anstelle von Vergebung (Originaltitel: Luftslottet som sprängdes; wörtliche Übersetzung, die ich vorgezogen hätte: Das Luftschloss, das gesprengt wurde) – vor allem eines: Eine Ansammlung von Namen und dazugehörigen Personen, die in einer bestimmten Konstellation zu einander stehen und überblickt werden müssen. Doch auch, wenn man (wie ich) nicht das beste Namensgedächtnis hat, keines der Bücher auch nur vom Buchrücken her kennt und jeden der vorausgegangenen Filme nur ein einziges Mal gesehen hat, ist es durchaus zu leisten.

Ich bin und bleibe ein Freund einer komplexen Handlung, die am Ende der Triologie noch einmal anzieht. Die Dicke des Drehbuches wird sich an der Buchvorlage orientiert haben und verlangt schon etwas mehr Geduld vom Zuschauer als die Vorgänger.
Im Fokus steht die Gerichtsverhandlung (ohne Richterin Salesch & Co.) der (immer noch) alles andere als gewöhnlichen Protagonistin Lisbeth Salander (gespielt von der auch mit ihrem dritten Auftritt überaus überzeugenden Noomi Rapace). Die Stärke von Mikael Blomkvist schwindet mit der finalen Veröffentlichung seiner Zeitschrift Millennium zusehends – der Schauspieler Michael Nyqvist wirkt in seiner Rolle blasser und kraftloser, was beabsichtigt sein kann, aber entsprechend nicht zu einem relativen Gleichgewicht in der Personenkonstellation beiträgt.
Dramaturgisch gibt es keine großen Überraschungen und das Erzähltempo wirkt etwas zäher.

Nichtsdestotrotz komme ich zu einem durchweg positiven Fazit in der Gesamtschau des Millennium-Dreiteilers, zu einem Interesse an der Fortsetzung einer (zumindest europaweiten) Schauspielkarriere von Noomi Rapace und zu einer Begeisterung für komplexen Stoff, aus dem Filme gewoben werden können.

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Vergebung
wurde für die
nominiert.

#######

Noomi Rapace
wurde u.a. für ihre Rolle in
Vergebung
mit der
prämiert. 

 
Noomi Rapace
wurde u.a. für ihre Rolle in
Vergebung
für die
nominiert.

Sonntag, 23. Mai 2010

Kritik: Kick-Ass (27.04.2010)

Gesamteindruck: ✪✪✪✪✪✪
Darsteller       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Drehbuch       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Dramaturgie   ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Innovation      ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Kamera/Optik ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Soundtrack     ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰

CINEtologisches Fazit:

Wenn Arschtritte im Kino verteilt werden, dann hat man sich entweder gewaltig im Etablissement vertan – oder aber eine Vorstellung jener Comicverfilmung besucht, dem die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) die Einschätzung Besonders wertvoll wohl auf ewig verwehren wird.

Exzessive Gewalt lässt sich nicht nur im Comic kunstvoll darstellen - das beweist dieser Indie-Streifen äußerst eindrucksvoll. Das Cast ist brutal gut; Nicolas Cage setzt dem als Big Daddy nur die Krone des größeren Bekanntheitsgrades auf. Die Anspielungen im Drehbuch reichen weiter als nur quer durch die Untersuchungshaftzelle der üblichen Comic-Verdächtigen – sehr schönes Ding, wie das Drehbuch überhaupt. Irre, aber eben irre gut. Der Soundtrack kickt; die Dramaturgie muss anfangs scheinbar ordentlich Luft holen, um bei der wahnsinnigen Story am Ball zu bleiben.

Was bleibt, ist das Adrenalin, das bei Kick-Ass quasi aufs Haus geht und die Überzeugung, dass man gerade ein Highlight des Kinojahres gesehen hat, mit der sich später erscheinende Produktionen werden messen müssen. Fakt.

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Kick-Ass
wurde mit dem
prämiert.


Kick-Ass
wurde für den 
nominiert.

Dienstag, 23. März 2010

Kritik: Millennium-Trilogie: Verdammnis (07.03.2010)

Gesamteindruck: ✪✪✪✪✪✪
Darsteller       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Drehbuch       ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Dramaturgie   ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Innovation      ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Kamera/Optik ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
Soundtrack     ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰

CINEtologisches Fazit:

Mein Eindruck, einen weiteren durch und durch beeindruckenden Teil einer Triologie gesehen zu haben, erhärtet sich.

Es ist auch weiterhin diese Mischung aus (immer noch) recht unbekannten Darstellern, die die Stärken eines offenbar brillanten Drehbuches ausspielen, welches von einer geprägt ist, Dramaturgiedie den üblichen Hollywood-Habitus ignoriert und mit unspektakulärer Kamera und Optik schlichtweg erfolgreich Überzeugungsarbeit am Kinobesucher leistet.

Die dosierten Rückblenden in die Verblendung fungieren weniger als notwendiges Übel für jene, die den ersten Teil nicht kennen, sondern vermitteln eher das Gefühl der Stimmigkeit beider Filme.

Die Intensität, welche die Geschichte um Hackerin Salander und Journalist Blomkvist und deren Erzähltempo vermitteln, geht auch im zweiten Teil nicht verloren - ein sich andeutendes Gesamtkunstwerk (in Form einer Triologie) scheint trotz wechselnder Regie und Drehbuchautorenschaft immer im Blick zu bleiben.

Von dem gewohnten Niveauverlust zwischen Einzelteilen von Mehrteilern ist absolut nichts zu spüren, sodass ich den Zenit des Millenniums im Sommer kaum erwarten kann.

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Verdammnis
wurde für die
nominiert.

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Noomi Rapace
wurde u.a. für ihre Rolle in
Verdammnis
mit der
prämiert.


Noomi Rapace
wurde u.a. für ihre Rolle in
Verdammnis
für die
nominiert.