Samstag, 31. Dezember 2011

LOVEFILM® präsentiert: Die besten & die schlechtesten Filme 2011

Eine bestimmte Online-Videothek eines international bedeutsamen Social-Commerce-Versandhauses hat eine Auswahl der besten und schlechtesten Filme des Jahres 2011 (zusammengestellt und geschrieben von Josef Grübl) veröffentlicht - der Gründer-CINEtologe stellt dem seine eigenen Einschätzungen ausgewählter Filme gegenüber:

Zu den besten zählt Amazons filmverliebte Online-Videothek das Coen'sche Remake von True Grit. Man verkauft euch dort den Film als "ein[en] große[...n] Spaß, nicht nur für Freizeit-Cowboys".
Der Gründer-CINEtologe gab in seiner Kritik zu verstehen, dass er eine spezielle Western-Atmosphäre (etwa durch spezielle Wartezeit im Vorfeld von Schusswechseln und ähnliches, das sich nicht so direkt ausführen lässt) vermisst hätte. Steckbrieflich gesucht werden muss diese jedoch nicht. Für Nominierungen bei den CINEtologie Awards 2011 reichte es jedenfalls nicht.

Die Rede des Königs George IV. (besser bekannt als The King's Speech) wird Colin Firth gleich zur Rolle seines Lebens stilisiert und der Film generell als "Abräumer bei den Oscars" gewürdigt.
Nach seinem Blick auf den Film fiel dem Gründer-CINEtologen ebenfalls auf, dass sich Colin Firth seine zweite Oscar-Nominierung überhaupt im Februar gleich direkt vergolden ließ, nachdem erst im Januar seiner eigener Stern über dem Walk of Fame aufging. Der Film selbst muss als berührend gelten... wenn man denn nicht zum Heulen in den Keller und zum Kichern in die Halle geht - oder so ähnlich drückte sich der Gründer-CINEtologe aus. The King's Speech findet sich selbstredend unter den Nominierten für die CINEtologie Awards 2011.

Wer oder was den Black Swan nun genau zu tänzerischen Höchstleistungen bewegt haben mag - darüber mögen andere richten. "Ein[...] irrer Mix aus Drama, Psychothriller und Horror" war er ganz sicher.
Die Betonung des Gründer-CINEtologen liegt in dessen Kritik deutlich auf der (zu Recht mit einem goldenen Männchen gewürdigten) schauspielerischen Glanz- wie Höchstleistung der Hauptdarstellerin: Natalie Portman. Film und Darstellerin sind nicht ohne Grund für die CINEtologie Awards 2011 nominiert.

Dass der zu weltweitem Ruhm gekommene bebrillte Zauberschüler über die Jahre (und spätestens mit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2) erwachsen wurde, dürfte nur wenigen entgangen sein. O.g. Online-Videothek zufolge habe er seinen Erzfeind jedenfalls großartig über den Jordan von Hogwarts geschickt.
Vor den Augen des Gründer-CINEtologen erschient das große Finale zwar sehr viel ansehnlicher als die Teile 1 bis 6, aber keineswegs der Bezeichnung als einer der "Besten Filme 2011" würdig.

Den Film Blue Valentine bringt man auf das Adjektiv "intensiv", während man Ryan Gosling zum "Schauspieler des Jahres" erklärt.
Der Gründer-CINEtologe könnte dem in seiner Kritik beipflichten. Die Nominierungen für die CINEtologie Awards 2011 drücken das deutlich aus.

Auf die dunkle Seite der Filmmacht schiebt man u.a. Sucker Punch, dem man einen "riesig[en] [...] Nervfaktor" attestiert.
Wie man auf diesen Trichter kommt, muss dem Gründer-CINEtologen schleierhaft bleiben, wenn er sich nach seinem Blick auf den Film bei Zack Snyder mit 6 Sternen u.a. für die umfangreichen Film-Anleihen bedankt.

Mit Arthur verbindet man bei jener filmverliebten Online-Videothek ein "lahme[s] [...] Komödien-Remake".
Der Gründer-CINEtologen konnte dem auf die Komik von Russell Brand konzentrierten Film immerhin noch mäßige 4 Sterne abgewinnen.

Der letzte Tempelritter gehört aus der Sicht von Josef Grübl zu einem "2011er Jahrgang [von Nicolas Cage, der ...] sehr finster" gewesen sei.
Ganz so verallgemeinernd würde der Gründer-CINEtologe sich angesichts des überdurchschnittlichen Drive Angry nicht ausdrücken, aber bezogen auf diesen Cage'schen Kreuzzug schließt er sich mit 3 Sternen und der Nominierung für die Bunte Happy-Endlosschleife im Rahmen der CINEtologie Awards 2011 einfach an.


Nach diesem eingehenderen Blick auf die Top-oder-Flop-Liste einer großen Online-Videothek zeigt sich, dass bei den angeblich besten Filmen große Übereinstimmungen zwischen dem Gründer-CINEtologen und Josef Grübl erkennbar wurden, während sich bei den vorgeblich schlechtesten deutliche Differenzen auftaten.

CINEtologische Jahresbilanz 2011

Lassen wir die nackten Zahlen über das Kinojahr 2011 sprechen:

Kinofilme gesamt: 100
davon im CineStar Neubrandenburg: 72    (Loyalitätswert: 72 %)
davon im CineStar Waren (Müritz): 19    (Loyalitätswert: 19 %)
davon Kinofilme mit deutscher Beteiligung: 16 (Anteil an der Gesamtzahl: 16 %)
Doppelbesuche: 2
Kinofilmminuten: 11.026
zusätzlich für Doppelbesuche: 216
Gesamtkosten: 617,30 €
davon im CineStar NBDG: 446,80 €
davon im CineStar Waren (Müritz): 119 €
Durchschnittspreis pro Kinokarte: ~ 6,17 €
Ø Sterne-Wertung: 5,07 (507 von 700 möglichen Sternen)

Die Vergleiche zu den Kinojahren 2010, 2009 und 2008 werden in diesem Jahr nicht ausführlich dargestellt. Der Gründer-CINEtologe bittet dies zu entschuldigen.

Aus dem Blaulichtbezirk gibt es folgendes zu vermelden:

Blaulichtbezirksbevölkerungszuwachs: 6
Heimkinofilmminuten: 646

Freitag, 30. Dezember 2011

CINEtologie Awards 2011: Die Preisträger


Wahrscheinlich waren die meisten BesucherInnen des CINEtologischen Blogs auch bei der Ankündigung der  2. CINEtologie Awards vom 05.12.2011 immer noch nicht gänzlich davon überzeugt, dass es sich bei dieser hiermit offiziell alljährlichen Preisverleihungszeremonie aus dem Hause CINEtologie tatsächlich um den vom Gründer-CINEtologen mit der gebotenen Ernsthaftigkeit unternommenen Versuch handelt, neben den in der Film-Blogosphäre verbreiteten Top- und Flop-Listen langfristig eine ebenso un- bis außergewöhnliche kritische Filmpreisvergabe-Instanz zu schaffen.

Der Gründer-CINEtologe konnte in diesem Jahr seinen enormen Kinofilm-Input gegenüber den zurückliegenden Kinojahren (sogar gegenüber dem sehr ergiebigen Kinojahr 2010) sogar noch steigern. Er verkündet an dieser Stelle mit einer - nicht gerade im Subtext versteckten - Portion Stolz: Das CINEtologische Centum ist seit dem 29.12.2011 realisiert worden, d.h. nicht weniger als 100 Kinofilme kamen dem Gründer-CINEtologen im außerordentlichen Kinojahr 2011 unter die Augen! Aus diesem großen Filmpool plus den ersten 6 Blu-ray Kritiken aus dem CINEtologischen Blaulichtbezirk wurden dann auch die diesjährigen Nominierten gefischt.

Die Liste der in diesem Jahr für die Jury gewonnenen Damen und Herren am Fußende dieses Prämierungsposts soll einen Blog-übergreifenden Anspruch dieser Awards unterstreichen. Ihnen ist es letztendlich zu verdanken, dass die nachfolgenden Preise in 7 Kategorien - über die subjektive Perspektive des Gründer-CINEtologen hinaus - auch in diesem Jahr wieder vergeben werden konnten.

Nun jedoch endlich zum eigentlich Grund, warum wir uns hier und heute virtuell zusammengefunden haben:

# Der Goldene 35mm Kinostreifen am Horizont #
erscheint über

Lars von Trier 
als Regisseur von
Melancholia

# Der Große Hollywood-Slash-and-Burn-Flammenwerfer #
 wird in die Hände gelegt von

Tom Hooper 
als Regisseur von
The King's Speech

 # Die Goldene Clubkarte für Animateure #
 wird ausgehändigt an

Industrial Light & Magic 
für
Rango

 # Die Bunte Happy-Endlosschleife #
 "schmückt" fortan

Bill Condon & Robert Pattinson 
# Die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte #
teilen sich

Natalie Portman  



für ihre Rollen in



Ryan Gosling 



Ryan Gosling
für seinen Rollen in
Blue Valentine & Crazy, Stupid, Love

# Die Weiß-Goldene Autorenstreik-Friedenstaube #
 fliegt zu

Andres Heinz, Mark Heyman & John McLaughlin 
als Drehbuchautoren von

 # Die Ästhetische Erfahrungsschatzinsel #
 betreten haben wir mit

Terrence Malick
stellvertretend für


#######################Fußende#######################

Für die Jury der 2. CINEtologie Awards konnte
der Gründer-CINEtologe
diese Damen und Herren aus der
Blogosphäre
gewinnen:

rrho
Mad
Filmfreek
Zeilenkino
Vincent Vega
CharlesDexterWard
ChristiansFoyer
Frau Flinkwert
Christof Kurz
CineKie
Stefan

Rob

Mein herzlicher Dank für die Stimmabgabe geht außerdem an:

kosmolink
MoviezKult 
daskeyzerlein 
T. Eggerth von MovieJones
HaJü Hödl vom Cineplex Passau
Andreas Crüsemann von Cineplex

Ebenfalls Erwähnung finden soll hier das
CINEtologische Umfeld,
welches in Person des

CINEtologischen Würdenträger Ersten Ranges,
des CINEtologischen Ehrenmitglieds

sowie
des CINEtologischen Anwärters

vertreten war.

Konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und andere Anregungen für die 3. CINEtologie Awards in einem Jahr nimmt der Gründer-CINEtologe selbstverständlich gern entgegen.
Dass es auch 2012 - und damit im 5. Jahr dieses Blogs - CINEtologie Awards geben wird, daran sollten keine Zweifel enstehen oder gar genährt werden

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Mission Accomplished: Das CINEtologische Centum

Am heutigen Tag kann man ohne Weiteres davon sprechen, dass das CINEtologische Centum in der Gunst des Gott[es] des Gemetzels zu stehen schien.
Und auch, wenn es dieser Kinofilm es zeitlich leider nicht mehr unter die Nominierten der 2. CINEtologie Awards schaffte (man möge dem Gründer-CINEtologen sein nahezu blasphemisches Verhalten nachsehen), so hat er es nun immerhin zum Schutzpatronen des CINEtologischen Centums gebracht.

Denn mit eben jenem gewaltverherrlichenden, metaphysischen Wesen vor Augen setzte der Gründer-CINEtologe heute das um, was er in Blogeinträgen und Tweets zuvor bereits angekündigt hatte: 100 unterschiedliche Filme im Laufe der 365 Tage des Kinojahres 2011 in Kinosälen zu Gesicht zu bekommen.
Gesagt - CINEtologisches Centum genannt - getan.

Diese 100 Kinofilme (+ 9 im Vergleich zu 2010) hatten eine Gesamtlaufzeit von 11.026 Kinofilmminuten und damit über 1000 Kinofilmminuten mehr als im letzten Jahr (2010: 10.019 Minuten).

36 dieser Kinofilme können sich mit 6 Sternen, zwei sogar mit 7 Sternen schmücken. Nur 6 Filme müssen sich mit weniger als 4 Sternen abfinden.

Nach diesem überaus (zeit- wie kosten-)intensiven Kinojahr 2011 kündigt der Gründer-CINEtologe hiermit an, dass er sich fortan auf circa 7 Kinofilme pro Jahr fokussieren wird.
Durch einen gleichzeitigen Ausbau des CINEtologischen Blaulichtbezirks über eine abonnierte Zulieferung durch eine große Online-Videothek geht er davon aus, dass er ein Niveau von etwa 50 Filmen pro Jahr wird halten können.

Kritik: Der Gott des Gemetzels (29.12.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Ich wisch' mir den Arsch mit Ihren Menschenrechten!

Ein dem Gott des Gemetzels huldigender Christoph Waltz, eine gutmenschliche Jodie Foster, eine Buttersäure versprühende Kate Winslet - da hat der berüchtigte Roman Raymond Polański (sein eigentlicher Name ist übrigens Rajmund Roman Liebling) grandiose Einzeldarsteller im Rahmen eines bereits im Theater bewährten und wie ein Kammerspiel anmutenden Stücks (von Yasmina Reza) auf einander gehetzt und eine wahnsinnige Gruppendynamik erzeugt.

Absolut überragend sind auch die sich zur Eskalation steigernden Dialoge zwischen den Charakteren. Darin spiegelt sich enstprechend die spannungs- und emotionsgeladene Dramaturgie.

Dieser Film hätte eine Nominierung für die 2. CINEtologie Awards absolut verdient gehabt, keine Frage!

Freitag, 23. Dezember 2011

CINEtologie Awards 2011: Die Nominierungen

Exakt am 23.12.2011 um 23:12 Uhr - und damit ohne das CINEtologische Centum zu diesem Zeitpunkt bereits realisiert zu haben - geht hier nun die Liste mit den Nominierungen in den 7 Preiskategorien der CINEtologie Awards 2011 online:

# Der Goldene 35mm Kinostreifen am Horizont #
(für den um Längen besten Film des Jahres)


Guy Ritchie als Regisseur von
Sherlock Holmes - Spiel im Schatten

John Madden als Regisseur von
Eine offene Rechnung

Lars von Trier als Regisseur von
Melancholia

Glenn Ficarra & John Requa als Regisseure von
Crazy, Stupid, Love

Rupert Wyatt als Regisseur von
Planet der Affen: Prevolution



# Der Große
Hollywood-Slash-and-Burn-Flammenwerfer #
(für den beeindruckendsten Independent-Film)


Darren Aronofsky als Regisseur von
Black Swan

Mark Romanek als Regisseur von
Alles, was wir geben mussten

Rodrigo García als Regisseur von
Mütter und Töchter
 
Tom Hooper als Regisseur von
The King's Speech
 
Derek Cianfrance als Regisseur von
Blue Valentine

Danny Boyle als Regisseur von
127 Hours



# Die Goldene Clubkarte für Animateure #
(für den animierendsten Animationsfilm)


Weta Digital für
Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn

Touchstone Pictures für
Gnomeo und Julia

Industrial Light & Magic für
Rango

Blue Sky Studios für
Rio



# Die Bunte Happy-Endlosschleife #
(für den Film mit Goldenem Himbeer-Nachgeschmack)


Greg/Colin Strause & Eric Balfour stellvertretend für
Skyline

Gonzalo López-Gallego & Warren Christie stellvertretend für
Apollo 18

Dennis Gansel & Max Riemelt stellvertretend für
Wir sind die Nacht

Dominic Sena & Nicolas Cage stellvertretend für
Der letzte Tempelritter

Bill Condon & Robert Pattinson stellvertretend für
Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht, Teil 1



# Die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte #
(für die überragende Leistung einer Darstellerin
und eines Darstellers)


Natalie Portman für ihre Rollen in
Black Swan & Brothers

Russel Crowe für seine Rolle in
72 Stunden - The Next Three Days

Anne Hathaway für ihre Rollen in
Zwei an einem Tag & Love and other Drugs

Ryan Gosling für seinen Rollen in
Blue Valentine & Crazy, Stupid, Love 

Kirsten Dunst für ihre Rolle in
Melancholia

Christoph Waltz für seine Rolle in
Wasser für die Elefanten 
 
Marion Cotillard für ihre Rolle in
Kleine wahre Lügen

Jesper Christensen für seine Nebenrolle in
Eine offene Rechnung

Carey Mulligan für ihre Rolle in
Alles, was wir geben mussten 

Robert Downey jr. für seine Rolle
Sherlock Holmes - Spiel im Schatten

Keira Knightley für ihre Rolle in
Eine dunkle Begierde & Alles, was wir geben mussten

Mel Gibson für seine Rolle in
Der Biber

Elle Fanning für ihre Rolle in
Super 8
 
Tobey Maguire für seine Rolle in
Brothers



# Die Weiß-Goldene Autorenstreik-Friedenstaube #
(für das herausragendste adaptierte oder Original-Drehbuch)


Kieran Mulroney & Michele Mulroney als Drebuchautoren von
Sherlock Holmes - Spiel im Schatten

Matthew Vaughn, Jane Goldman & Peter Straughan als DrebuchautorInnen von
Eine offene Rechnung

Alex Garland als Drebuchautor von
Alles, was wir geben mussten

Andres Heinz, Mark Heyman & John McLaughlin als Drehbuchautoren von
Black Swan

John Orloff als Drehbuchautor von
Anonymus



# Die Ästhetische Erfahrungsschatzinsel #
(für horizonterweiternde Filmkunst)


Steven Spielberg stellvertretend für
Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn

Rupert Wyatt stellvertretend für
Planet der Affen: Prevolution

Terrence Malick stellvertretend für
The Tree of Life

Lars von Trier stellvertretend für
Melancholia


Und nun bittet euch der Gründer-CINEtologe um eure Stimmabgabe: Welcher Film soll in der jeweiligen Kategorie am 30.12.2011 prämiert werden? Welcher Schauspieler und welche Schauspielerin verdienen gemeinsam die Gleichberechtigende Goldene Lohntüte?

Ihr habt nun also die bewährten 7 Tage Zeit, diese Wahl zu treffen und dem Gründer-CINEtologen bei der Preisträgerfindung unter die Arme zu greifen!

Kritik: Sherlock Holmes - Spiel im Schatten

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Deutschland wird uns wohl kaum weglaufen!

Und wieder ein neues Wort gelernt: Guy Ritchie hat mit seinen beiden Filmen - der neue trägt den Zusatz eines Schattenspiels - mit Referenz zu Sherlock Holmes offenbar eine Pastiche des Werkes von Arthur Conan Doyle vorgelegt. Dies wird von Wikipedia als Sonderform einer Parodie bezeichnet, die einer Hommage am nächsten kommt, da der Vorlage die Ehre erwiesen wird.

Die Ehre ist ganz meinerseits - allerdings richtet sie sich die meine mehr an Mr. Ritchie, das überragende Cast und die Crew im Hintergrund. Kieran Mulroney und dessen Frau Michele Mulroney ist für ein erstaunliches Drehbuch zu danken; mit der treuen Produzentenriege (darunter findet sich - auch schon im ersten Teil - mit Susan Downey die Ehefrau des Hauptdarstellers) wurde eine Fortsetzung realisiert, die Bewährtes erfolgreich einer Bewährungsprobe aussetzt (so v.a. die sog. Holmes-o-Vision) und erneut mit starken Dialogen herausragt.

Starke Dialoge wiederum setzen wenigstens überzeugende, im besten Fall begnadete Hauptdarsteller voraus, die in den gegenseitigen Austausch treten können. Gut, dass Guy Ritchie mit dem unnachahmlichen, charismatischen Robert Downey jr. und dem  Jude Law besagten besten Fall für sich verbuchen kann. Mit Noomi Rapace holte er schließlich noch eine aufstrebende Schauspielerin des Millenniums (pardon: der Trilogie jenes Millenniums) ans Set und bereicherte es damit ungemein.

Sherlock entdeckt im Rahmen des Schattenspiels übrigens die urbane Camouflage, während sein Bruder dem Exhibitionismus fröhnt - na, wenn das keine Randnotiz ist!

#######

Sherlock Holmes - Spiel im Schatten
wurde für den 
sowie für die
als auch die
Ästhetische Erfahrungsschatzinsel
nominiert.


#######

Robert Downey jr.
wurde für seine Rolle in
Sherlock Holmes - Spiel im Schatten
für die
nominiert.

Kritik: Der gestiefelte Kater (20.12.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

"Ach du dickes Ei!" möchte man ausrufen, wenn man den Kinosaal nach der Vorstellung des Shrek-lich (angeblich ein Prequel zu Shrek 2) Akzent-uierten Katers in Stiefeln verlässt: Gemeint ist damit jenes vermenschlichte Ei Humpty Dumpty (das seine Schöpfung übrigens einem englischen Kinderreim verdankt und in einer deutschen Übersetzung als Goggelmoggel bezeichnet wird), dem der wohl ewige Raab-Assistent Elton seine für den Gründer-CINEtologen (vor dem Blick in den Abspann o.ä.) heraushörbare Stimme lieh.

Wenn man es philosophisch betrachten möchte, könnte man in Humpty Dumpty durchaus die Zerbrechlichkeit von Freundschaft hineininterpretieren. Angesichts der Anleihen, die das Drehbuch an verschieden Märchen und Erzählungen (vom ursprünglich Jack genannten Hans und die Bohnenranke über den Grimmschen Der gestiefelte Kater) nimmt, wäre das aber deutlich zu tief geschürft. Der Film selber hält sich eher an der Oberfläche (kurzzeitig auch über den Wolken) auf - die aberhin ist pixelpoliert, detailreich... und das trotz kostensparendem Produktions-Outsourcing nach Indien.

Chris Miller (Regie )und Guillermo del Toro (Ausführender Produzent) haben ohne Frage ein optisch sehr gelungenes Spin-off der Geschichte rund um den grünen Oger, geschaffen. Es dürfte mit seinen kuscheltierartigen Charakteren die kleinsten Zuschauer sicher in den Bann ziehen - für jene, die ohne Kindersitz über den Kinosessel des Vordermanns bzw. der Vorderfrau sehen können, hätte es wahrscheinlich etwas mehr Drehbuchtiefe und dramaturgischer Wendigkeit bedurft.

Kritik: Mission: Impossible - Phantom Protokoll (18.12.2011))

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Von unabhängigen Verteidigungskoordinatoren ("Waffenhändler" ist ja so nichtssagend...), jeder Menge Automobilen aus Bayrischen Motoren Werken und Mobiltelefonen und artverwandten Produkten, die ein angebissener Apfel ziert - immerhin steht damit aber fest, wie Mr. Scientology/Cruise (Mitproduzent und Darsteller) an das Geld für dieses schier unmögliche Filmproduktionsmissionsaddon gekommen ist.

Brad Bird erfindet als Nachfolger von Brian De Palma, John Woo und J.J. Abrams im Regiestuhl der Reihe das Rad keineswegs neu, schafft es aber mit einer Wiederbelebung der Spannung des Kalten Krieges und interessanten Schauplätzen, selbiges schwungvoll am Laufen zu halten.

Kritik: Eine dunkle Begierde (17.12.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Die zigarrenaffine Freud'sche Rolle des Viggo Mortensen wird von seinem Jung'schen parapsychologisch interessierten Konterpart Michael Fassbender in den Schatten gestellt - und beide werden mit einer Keira Knightley konfrontiert, die mit Sabina Spielrein vom Wahnsinn zur Wahrhaftigkeit schwankt. Vincent Cassel (u.a. Tödliche Versprechen sowie aus diesem Jahr Black Swan) beweist ein weiteres Mal seine Qualität als bereichernde Nebenrolle.

David Paul Cronenberg (u.a. A History of Violence und Tödliche Versprechen) setzt auf sein Zugpferd Mortensen und betont durch diese Beschäftigung mit der sexualtriebgesteuerten Psychoanalyse des Herrn Freud seine Vorliebe für psychologisch-verstörende wie körperliche Thematiken.

Zusammenfassend: Interessant und zudem ausnahmslos vorzüglich gespielt, aber ohne bleibende Berührung.