Mittwoch, 23. Juli 2008

Kritik: No Country for Old Men (21.07.2008)

There Will Be Blood oder
No Country for Old Men
Eine nicht unerhebliche Verwechslung,
die nicht nur andere Schauspieler auf
die Leinwand projizierte, sondern auch
die gesamte Vorstellung vom möglichen
Geschehen über den Haufen warf.

Von Öl und Geld und ihren Wirkungen auf
die Menschen
zu
Geld, Drogen und einem Druckluftbolzen...

CINEtologisches Fazit:

Wenn die Regel, nach der du lebst, dich hierher geführt hat...
Was ist diese Regel dann wert?

Derart psychopatisch-philosophisch präsentiert sich Javier Bardem
in seiner Rolle als mörderischer „Gasflaschenschlurfer“.
Sein Weg ist der des Geldes...
Zieht man einmal Tommy Lee Jones ab, dann lässt sich konstatieren,
dass es einem von der Hall of Fame noch mindestens ein paar Jahre und
Filme entfernten Cast unstrittig gelungen ist, atmosphärische und
ansprechende Szenen abzudrehen.
Der musikalische Beitrag war so elegant integriert, dass ich ihn sogar
direkt nach dem Kinobesuch nicht identifizieren konnte – andere würden
das jetzt wahrscheinlich als Schwäche auslegen...
Nachdem ich im letzten Streifen (Hancock) noch die eingefahrene
Dramaturgie bemängelt habe, ließ man mir diesmal keine Angriffsfläche:
Wie viele Filme kennt man, die ihren Hauptdarsteller abseits der
Frontlinie der Spannung leblos zurücklassen und in denen man mit
Traumdeutung in den Abspann entlassen wird?
Nenn mir nur einen!

Sie müssen das nicht tun!
Hin und wieder muss man einfach... für einen Film ins Kino gehen,
der im eigenen Kopf zuvor noch ganz anders ausgesehen hätte.

Gutes Kino ist eben das Gegenteil
von einem routinierten Blowjob –
man weiß nie, wann was kommt!


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: ******
Story: ******
Plot: ******
Musik: *****

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