Fluoreszierende Bildgewalt -
und
Pocahontas?
CINEtologisches Fazit:
Nachdem irgendwann tatsächlich ein Trailer im Kino zu sehen war, der einigermaßen ein Gefühl von dem Film vermittelte (ja, ich übe hier heftige Kritik an einem ersten Trailer, der genau zwei Sätze enthielt: „Das ist toll!“ neben dem obligatorischen Off-Stimmen-Gesäusel „Avatar – Aufbruch nach Pandora“), stellte sich doch noch das Gefühl des
Sehen-Wollens ein, welches es wesentlich leichter und rationaler werden lässt, Geld für eine Filmvorführung auszugeben.
Und, was soll ich sagen: Ob nun teuer, außergewöhnlich teuer oder
der teuerste Film aller Zeiten - das Geld (immerhin bis zu 300 Mio. $) hat den Weg für ein Kinoerlebnis frei gemacht, über den die
Volksbanken Raiffeisenbanken (wenn auch nicht ausdrücklich mit Hinweis auf das Kino) so gern in ihrer Werbung reden.
Das Zusammenspiel von
Herr der Ringe-
Weta, computergenerierten humanoiden Lebewesen und der Schöpfung einer
atemberaubend schönen neuen Welt eines fernen Planeten hätte kaum beeindruckender ausfallen können.
Hält man sich die
Entwicklungsarbeit hinter dem
Drehbuch (
Cameron hatte bereits
seit 1995 eines in seiner Schublade) und der im Film verwendeten
Sprache der Eingeborenen, dann kommt man nicht umhin zuzugeben, dass dieses Filmprojekt neben den
unvorstellbaren Kosten eben auch einen
gewaltigen Anspruch an sich selbst gestellt hat, der
über die gesamte Länge von 161 Minuten zu spüren ist.
Die entscheidenden Anzüge, die gegen eine
7-Sterne-Konstellation sprechen, müssen bei
Story (im weitesten Sinne
Pocahontas in frischem Gewand und mit blauer statt roter Haut) und
Plot (
waghalsige Wendemanöver gab es größtenteils nur auf den Rücken des saurierartigen
pandoranischen Geflügels) verortet werden.
7-Sterne-Skala:
Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: *******
Story: ****
Plot: ****
Musik: ******
Der
CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls
rezensiert.