Donnerstag, 31. Dezember 2009

CINEtologische Jahresbilanz 2009

Lassen wir die nackten Zahlen über das Kinojahr 2009 sprechen:

Kinofilme gesamt: 55
davon im CineStar Neubrandenburg: 52    (Loyalitätswert: 94,545 %)
davon Kinofilme mit deutscher Beteiligung: 14 (Anteil an der Gesamtzahl: 25,45 %)
Doppelbesuche: 3
Kinofilmminuten: 6.232
zusätzlich für Doppelbesuche: 386
Gesamtkosten: 342,90 €
davon im CineStar Neubrandenburg: 327,90 €
Durchschnittspreis pro Kinokarte: ~ 6,23 €
Ø Sterne-Wertung: 4,67 (257 von 385 möglichen Sternen)

Im Vergleich zur Jahresbilanz 2008 bedeutet das:

Kinofilme gesamt: -2 (entspricht -3,41 %)
davon im CineStar Neubrandenburg: +3 (entspricht +5,77 %, aber: LW -8,58 %)
davon Kinofilme mit deutscher Beteiligung: +5 (entspricht +9,66 % Anteil an Gesamtzahl)
Doppelbesuche: +3
Kinofilmminuten: +54 (entspricht +0,87 %)
zusätzlich für Doppelbesuche: +386
Gesamtkosten: +33,50 € (entspricht +9,77 %)
davon im CineStar NB: +64,50 €       (entspricht +19,67%)
Durchschnittspreis pro Kinokarte: +0,80 €  (entspricht +12,84 %)
Ø Sterne-Wertung: +0,30

Kritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora (26.12.2009)




Fluoreszierende Bildgewalt -
und Pocahontas?



CINEtologisches Fazit:

Nachdem irgendwann tatsächlich ein Trailer im Kino zu sehen war, der einigermaßen ein Gefühl von dem Film vermittelte (ja, ich übe hier heftige Kritik an einem ersten Trailer, der genau zwei Sätze enthielt: „Das ist toll!“ neben dem obligatorischen Off-Stimmen-Gesäusel „Avatar – Aufbruch nach Pandora“), stellte sich doch noch das Gefühl des Sehen-Wollens ein, welches es wesentlich leichter und rationaler werden lässt, Geld für eine Filmvorführung auszugeben.

Und, was soll ich sagen: Ob nun teuer, außergewöhnlich teuer oder der teuerste Film aller Zeiten - das Geld (immerhin bis zu 300 Mio. $) hat den Weg für ein Kinoerlebnis frei gemacht, über den die Volksbanken Raiffeisenbanken (wenn auch nicht ausdrücklich mit Hinweis auf das Kino) so gern in ihrer Werbung reden.

Das Zusammenspiel von Herr der Ringe-Weta, computergenerierten humanoiden Lebewesen und der Schöpfung einer atemberaubend schönen neuen Welt eines fernen Planeten hätte kaum beeindruckender ausfallen können.
Hält man sich die Entwicklungsarbeit hinter dem Drehbuch (Cameron hatte bereits seit 1995 eines in seiner Schublade) und der im Film verwendeten Sprache der Eingeborenen, dann kommt man nicht umhin zuzugeben, dass dieses Filmprojekt neben den unvorstellbaren Kosten eben auch einen gewaltigen Anspruch an sich selbst gestellt hat, der über die gesamte Länge von 161 Minuten zu spüren ist.

Die entscheidenden Anzüge, die gegen eine 7-Sterne-Konstellation sprechen, müssen bei Story (im weitesten Sinne Pocahontas in frischem Gewand und mit blauer statt roter Haut) und Plot (waghalsige Wendemanöver gab es größtenteils nur auf den Rücken des saurierartigen pandoranischen Geflügels) verortet werden.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: *******
Story: ****
Plot: ****
Musik: ******

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Wo die wilden Kerle wohnen (26.12.2009)







Wilde Kerle
mit
weichem Kern






CINEtologisches Fazit:

In einem überdimensionierten und fabelhaft inszenierten Puppenspiel, dem ich dennoch mehr Emotion und Moral abgewinnen konnte, als vielen zweitklassigen Standardproduktionen mit nicht ganz namenlosem Cast, wurde eine Geschichte erzählt, die mit ihrem Kernthema zwar nicht sonderlich einfallsreich, aber mich in ihrer Umsetzung berührt hat.
Ganz ehrlich. Mit Salzwasser. Unter den Augen. Jawohl.

Max (dessen Darsteller im realen Leben ebenfalls diesen Vornamen trägt) hat einen Konflikt veranschaulicht, dem man sich über die sehr unterschiedlichen Riesenwesen aus verschiedenen Perspektiven nähern konnte. Die deutsche Synchronstimme von Jim Carry für den Riesen, der Max' Charakter am nächsten kam, hätte passender nicht sein können.

Es sei an dieser Stelle auch Tom Hanks für seine Beteiligung als Produzent an einem Filmprojekt gedankt, dass vielleicht durchaus mit 6 Jahren gesehen, aber nicht gänzlich erfasst werden kann.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ****
Musik: *****

Kritik: Lila, Lila (19.12.2009)








Auf den Schriftsteller in dir reduziert.







CINEtologisches Fazit:

Wenn das Unbehagen des Protagonisten beim Kinobesucher in Reihe E ankommt, dann fühlt es sich sehr echt an: Die Überforderung, die Angst vor der Aufklärung und gleichzeitig der Wunsch, dass die Maskerade fällt.
Und damit hat der Film in meinen Augen ehrlich gesagt bereits seine Hauptaufgabe erfüllt.

Das Zusammenspiel von Daniel Brühl und Hannah Herzsprung in Verbindung mit Henry Hübchen beeindruckt vor allem durch Schlichtheit.
Die Geschichte vom Schriftsteller, der keiner ist und der sich auf dünnem Eis bewegt (siehe treffende Schlittschuhfahrt im Film), funktioniert auch auf der Leinwand, auch wenn es für mich eher ein klassisches Buchthema ist.

Insgesamt für eine deutsche Produktion sehr ansprechend und klischeebefreit.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ****

Kritik: SAW VI (18.12.2009)







I SAW something like a whole season of broken bones, endless streams of blood and overwhelming pain.
I SAW enough.





CINEtologisches Fazit:

Was mir an der SAW-Reihe immer besonders imponierte, war die moralische Note, die sich hinter dem oberflächlich brutalen Spiel von John Kramer verbirgt.
Aber wenn der Hauptcharakter nur noch in Form von Videobotschaften (Osama-Style) und unzähligen Rückblenden zwangsweise in den Film integriert wird, dann geht etwas Essentielles verloren.

Man muss wissen, wann der Bogen überspannt, wann eine Aneinanderreihung von Sequels aus einer Genreinnovation schlichtweg eine ins Kino getragene Serie von (zugegeben immer noch sehr gut gemachten) blutigen Inszenierungen.

Eigentlich findet sich das passende Bild im sechsten Teil selbst wieder:
Das Karussel. Soll heißen: Die Geschichte dreht sich im Kreis, dessen Zentrum jener Herr Kramer alias Jigsaw bildet. Überraschen können an der Dramaturgie eigentlich nur noch die neuerlichen Verbindungen zwischen dem toten Mastermind und den frischen Opfern.

Es reicht. Einfach nicht mehr aus.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ***
===============
Schauspieler: ***
Story: ***
Plot: ***
Musik: ****


Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Zombieland (16.12.2009)







Das ultimative Regelwerk für den Zombie-Geplagten von Nebenan.







CINEtologisches Fazit:

Trailer und Meinungen zum Film waren zu gut, als dass ich mich ernsthaft einer eigenen cineastischen Meinungsbildung hätte verweigern können.
Dazu muss man wissen, dass es für mich nichts abgestandeneres, langweiligeres und phantasieloseres gibt, als das untote Pack, welches unter der landläufigeren Bezeichnung „Zombie“ über Kinoleinwände sowie LCD- bzw. Plasmabildschirme läuft.

Das Charakter-Quartett aus dem Looser, dem Tough-Guy und dem Dynamischen Schwesternduo (mit einer kurzen, wenn auch sehr witzigen Gastrolle außerdem: Bill Murray als Bill Murray) hätte bei falscher Besetzung und schlechtem Drehbuch durchaus eine Pleite werden können – überzeugte aber stattdessen auf ganzer Länge. Dem männlichen Kinobesucher dürfte vor allem der Name Emma Stone (im Film: Codename Wichita aka Christa) im Gedächtnis geblieben sein. Nicht zu Unrecht, wenn ich das an dieser Stelle sagen darf.

Storytechnisch wurde der Alltag einer Gruppe verbliebener Lebender im stetigen Survival of Fittest-Battle gegen sehr aufgeweckte und aktive Untote äußerst unterhaltsam verarbeitet.
Hervorzuheben ist die geniale Zombieland-Regelwerks-Visualisierung in Form von verschiedenartig eingefügten und an die jeweilige Situation bzw. Dialogvorlage angepassten Schriftzügen.

Letztlich kann ich sagen, dass dies eine der unterhaltsamsten Zombie-Parodien auf dem derzeitigen Filmmarkt für mich darstellt.

7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: ******
Story: *****
Plot: ****
Musik: ****

CINEtologischer Würdenträger Ersten Ranges meint:
Mich hat der Film gefesselt wie kaum ein anderer, denn wer vor dem Hintergrund der Zombisierung der Menschheit eine so abwechslungsreiche, spannende und äußerst humorvolle Geschichte zu erzählen vermag, der hat den Respekt aller CINEtologen verdient. Ich freue mich wirklich sehr auf Teil 2!
7 Sterne

Kritik: Fame (15.12.2009)







Das Musical-Remake, das sich mit dem Gesang zurückhielt.







CINEtologisches Fazit:

Die Gesangs- und Tanzeinlagen, welche die Wortgruppe „Musical-Remake“ zumindest für mich impliziert, waren insgesamt für Augen und Ohren der Zuschauer keine Reizüberflutung wie bei anderen Vertretern des Genre (s. den High School Musical-Dreier), sondern (aus meiner Sicht) passend plaziert und ausgewogen.
Besonders lebhaft in Erinnerung geblieben ist mir die Freestyle-Jam-Session im Speisesaal, mit dem herausragenden weiblichen Gesangspart, der sich im weiteren Verlauf des Films nicht mehr auffinden ließ.

Die von mir bis dato unbekannten Schauspielern verkörperten Charaktere fügten sich in intendierten Heterogenität über die gesamte Länge betrachtet zu einem homogenen Filmbild zusammen, dass nur mit Blick auf Story und Plot wenig nie dagewesenes vorweisen konnte.

Jedes Wertungsteilstück für sich genommen, kämen wir auf max. 4 Sterne.
Dafür, dass sich jedoch die meinem Geschmack sehr nahe kommende Musik nicht – wie in solchen (zumindest den von mir in Augenschein genommenen) Produktionen sonst üblich – in den Vordergrund gedrängt und den Handlungsstrang auch nicht überlagert hat, vergebe ich im Gesamteindruck einen stellaren Bonus.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: ****
Story: ***
Plot: ***
Musik: *****

Kritik: Ninja Assassin (11.12.2009)







Als Rache-Kracher angepriesen.
Als Hack'n'Slay-Inszenierung herausgestellt.






CINEtologisches Fazit:

Es war sehr atmosphärisch - besonders der Funkenflug beim Showdown zwischen bösem Meister und gutem Schüler.

Mit der nun nicht wirklich innovativen Story (dubioser Ninja-Meister nimmt Waisen unter seine Fittiche und schmiedet sie dort zu ultimativen Mordwerkzeugen um) und einer schnell durchsichtigen Plot (Flucht-Gefangennahme-Showdown) allein kann man mir keine Mehr-als-3-Sterne-Konstellation aus den Rippen leiern – oder passender: aus dem Fleisch schneiden.

Von digitaler Blutarmut kann jedenfalls keine Rede sein.
Den vierten Stern nur an den Schauspielern festzumachen, würde ihnen auch mehr Ehre zuteil werden lassen, als ihnen gebührt.

Am Ende bleibt es beim Anfang: Die dichte Atmosphäre sichert dem Film einen Platz in der Reihe CINEtologisch achtbarer Filmprojekte.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ****
================
Schauspieler: ****
Story: ***
Plot: ***
Musik: ****

Kritik: Planet 51 (10.12.2009)








Außerirdisches Leben – faszinierend.
Nicht nur aus der Perspektive der Erdbewohner.






CINEtologisches Fazit:

Diese spanisch-britische produzierte Sicht auf die amerikanische Definitionshoheit über Außerirdische aus der Perspektive eines Planeten, auf dem scheinbar die terretrischen 50er Jahre von eierlegenden Wesen durchlebt werden.
Die Xenophobie gegenüber allem, was den eigenen Horizont bzw. Orbit überschreitet, sowie die Fixierung auf den zerstörerischen Aspekt der Ankunft anderer intelligenter Bewohner des Universums auf dem eigenen Heimatplaneten wird als nicht rein irdisches Phänomen präsentiert.

Dieser Film lebt von den Details, sprich: den Anspielungen auf das Amerika der o.g. 50 Jahre mit der cineastisch inszenierten Alien-Paranoia im globalen Rahmen der Blockkonfrontation des Kalten Krieges.
Schon der Titel spielt auf Area 51 an, die sich im Film selbst als Area 9 widerfindet.
Auch die Fahrrad-vor-dem-Mond-Szene aus E.T. soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Animationsfilme animieren mich nicht per se zum Kinobesuch – aber mit Liebe zum Detail punktet ein Streifen beim Gründer-CINEtologen eigentlich immer. Punkt.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ****
================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ****
Musik: ***

Kritik: Gesetz der Rache (09.12.2009)






Butler gefällig?
Er serviert ihnen eine kalte Rache-Platte
und bringt Schwung ins Action-Genre.





CINEtologisches Fazit:

2007 noch als König Leonidas im Krieg mit den Persern, 2009 als Clyde Shelton im Krieg mit dem amerikanischen Rechtssystem – Gerard Butler macht keine halben Sachen.

Im Wechselspiel mit Jamie Foxx als ehrgeiziger Staatsanwalt Nick Rice auf dem Karrierepfad nach oben wird die Spannung nahezu konstant von einer Plot gehalten, die sich stärker in alle Richtungen windet als einer von zwei Straftätern unter dem „Eindruck“ einer manipulierten Giftspritze.

Ich darf hier ohne den geringsten Zweifel von einem der besten Action-Filme sprechen, die je in mein Blickfeld gerieten. Die Tatsache, dass Herr Butler in der Liste der Produzenten auftaucht, hat mich schon im Kinosessel begeistert - da darf getrost mehr kommen!

Dieser Film hat es verdient, wenn bereits am Startwochenende in den USA bereits mehr als die Hälfte des mit 40 Mio. Dollar bezifferten Budgets wieder eingespielt wurde.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: *******
Story: ******
Plot: *******
Musik: ******

Kritik: ZweiOhrKüken (08.12.2009)

















CINEtologisches Fazit:

Ich bin von Haus aus ein Sequel-Skeptiker. Bis auf The Dark Knight fällt mir keine einzige Fortsetzung ein, die auch nur an einen zumeist genre-richtungsweisenden ersten Teil herankommt. Heute kann ich eine neue Ausnahme von der Regel hinzufügen: ZweiOhrKüken.

KeinOhrHasen war vor meiner Review-Zeit - aber die 7 Sterne (soviel sei an dieser Stelle klar herausgestellt) wären ihm sicher gewesen.
ZweiOhrKüken hatte bereits im Vorfeld (d.h. noch vor der Namensgebung und dem ersten Teaser) in den Reihen der CINEtologen für angeregete Gespräche und teilweise auch für wilde Spekulationen gesorgt.

Nun ist es (= das Küken) da und hat mich wirklich positiv überrascht.
Nur die Schweighöfersche Scheiß-Situations-Szene brachte (neben dem (hoffentlich nur) Filmrollenfehler, der der Kindergartentreppen-Szene einen Hauch von Western-Ambiente verlieh) das in meinen Augen sehr stimmige Bild ein wenig aus dem Gleichgewicht.

Ach ja: Muss ich noch was zum Soundtrack sagen?! Großartig, da hat man wieder einmal Geschmack bewiesen – und meinen getroffen.

Für mich ist es insgesamt der Beleg dafür, dass Herr Schweiger als Regisseur großes Kino nicht nur ausnahmsweise zu erschaffen vermag.



7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: *******
Story: ******
Plot: ******
Musik: *******


Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Männerherzen (08.12.2009)








Über sechs Männerherzen...
und eine Kindergartenliebe.






CINEtologisches Fazit:

Der Film kann als der gelungene Auftakt des ver(schau)spielten Schweiger-Clantreffens angesehen werden, der ein großartiges Darsteller-Aufgebot (neben besagtem Herrn Schweiger insb. auch Christan Ulmen) mit grundverschiedenen Beziehungsvorstellungen (von der Sandkasten-Liebe über das Spießbürgerpärchen bis hin zur zoologischen Romanze und der One-Night-Stand-Up-Show) verknüpfte und dazu noch einen mich wirklich ansprechenden Soundtrack vorweisen konnte.

An der Story ist wenig neu, dafür aber für eine deutsche Produktion sehr viel richtig gemacht worden und die Plot war stringent, aber nicht langweilig.

Der aus meiner Sicht süßeste Schweiger-Spross (Emma) zeigte sich zum Ende des Films an einer Tür – ganz so, als ob sie gewusst hätte, dass sie im Kinofilm direkt im Anschluss wieder mit den großen Augen und ihren bezaubernd-kindlichen Sätzen zu sehen sein wird.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: *****

Kritik: 2012 (07.12.2009)







Es gibt nur zwei Arten, die Welt der Zerstörung zuzuführen:
Entweder mit Stil...
oder eben ohne Roland Emmerich.





CINEtologisches Fazit:

Das globale Abrissunternehmen Emmerich hat wieder zugeschlagen!
Wenn unter dir die Welt zerbricht – wem gibst du die Schuld? Richtig, Roland Emmerich!

Niemand sonst scheint die VFX-Abteilungen auf dem Globus derartig unter Kontrolle zu haben und produktiv unter Druck setzen zu können, dass diese sauberere Arbeit leisten als die 7-Sterne-Reinigungsfachkräfte im Burj Al Arab von Dubai.

Ehrlicherweise gibt es auch kaum große Beanstandungen von mir: John Cusack war die richtige Wahl für den Hauptdarsteller, seine Filmtochter überzeugte mit ihrem Mützenfimmel, der Yellowstoned Verschwörungstheoretiker sollte Recht behalten, der schwarze Präsident der USA hatte die richtige Grundhaltung und der schwarze Wissenschaftler bekam am Ende die richtige Frau.
23° (kein ganzes Grad mehr oder weniger!) terrestrisch-tektonische Krustenverschiebung stellen die neue Wiege der Menschheit an den Ort der alten – und die Menschheit darf wieder hoffen.

Aber es gibt harsche Kritik, die soweit geht, dass sie eine Sternschmelze zur Folge hat:
Ich hatte ein Dejavu in Bezug auf das Filterfiasko von Public Enemies ab der Archeflutung. Warum macht man sowas?! Warum vermittelt man vollkommen unvermittelt gegen Ende die menschliche Hektik zwischen den Schotten des Schiffes sowie auf der Kommandobrücke über Bilder, die offensichtlich mit einer anderen Kameraeinstellung gefilmt wurden? Mir unbegreiflich und zudem noch der Tod für die Atmosphäre des Films, die bis dato erstklassig war!

Insgesamt war es zweifellos überragendes Hollywood-Effektkino, welches jedoch kurz vor Schluss ungefiltert einen massiven Rückschlag erleiden musste, für den es aus meiner Sicht keine plausible Erklärung gibt.

[In Richtung des örtlichen Kinobetreibers: Ich darf doch bitten, dass beim nächsten Mal die Filmrolle auf etwaige randständige Verunreinigungen hin untersucht wird – und seien sie auch noch so klein, sie können eine nicht willkommene Ablenkung sein.]


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: ******
Story: *****
Plot: *****
Musik: ******

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Twilight: New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde (05.12.2009)








Vampir meets Werwolf meets brünettes Menschenskind...






CINEtologisches Fazit:

Ich habe nicht viel übrig für gekreischte Hype-Hymnen aus Teenager-Kehlen und Vampire fand ich vielleicht im Alter zwischen 10 und 12 besonders aufregend – aber ich konnte Teil 1 durchaus etwas (wenn auch vorrangig die Hauptdarstellerin) abgewinnen.

Die fleischeslustfreie Liebe zwischen Blutsauger und Bluterin erreicht auf der Dialog-Ebene den Tiefpunkt. Der bleiche Grund schlafloser Nächte in weiblichen Jugendzimmerbetten (sprich: Robert Pattinson als Edward Cullen) lässt keine Gelegenheit aus, seine ewige, bedingslose Liebe zu der Sterblichen auszudrücken, die um alles in der Welt Teil seiner Welt werden möchte. Man möchte streckenweise den Drehbuchautoren nachdrücklich ins Gewissen reden.

Noch auffälliger ist die scheinbare Eindimensionalität der Mimik von Bella (Kristen Stewart), ob sie sich nun Edward (Robert Pattinson) an den Hals wirft, damit er sie endlich in selbigen beißt oder während seiner Abwesenheit auf den haarigen Jacob (Taylor Lautner) zurückgreifen muss, um ihn später wieder abzuschütteln: Immer dieser abweisend-abwesend-leidende Gesichtsausdruck.

Weder Story noch Plot konnten echte Innovationskräfte freisetzen.

Ob Teil 3 der Twilight-Saga auch noch Teil meiner Kinoplanung sein wird, werden Trailer und die Zeit zeigen müssen.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ***
===============
Schauspieler: ***
Story: ***
Plot: ***
Musik: ***