Mittwoch, 27. April 2011

Kinostarts (zum 28.04.2011), die das CineStar NB nicht zeigt

Dies sind die Filme, die in dieser Woche nicht in den erlauchten übersichtlichen Kreis der Auserwählten für das aktuelle Filmprogramm des CineStar Neubrandenburg aufgenommen wurden:

Mütter und Töchter
(Deutscher Trailer)
Der Gründer-CINEtologe meint: must-see

Godard trifft Truffaut - Deux De La Vague
(Französischer Trailer mit deutschen Untertiteln)
Der Gründer-CINEtologe meint: zu vernachlässigen

La Lisière - Am Waldrand
(Französischer Trailer mit deutschen Untertiteln)
Der Gründer-CINEtologe meint: interessant

10 vor 11
(Türkischer Trailer mit englischen Untertiteln)
Der Gründer-CINEtologe meint: interessant

Gesamteinschätzung des Gründer-CINEtologen:
Ein Anrecht auf einen Startplatz hätte in meinen Augen in dieser Woche realistischerweise nur Mütter und Töchter gehabt. Und zumindest La Lisière - Am Waldrand sollte man für eine spätere Begutachtung im Hinterkopf behalten.

Samstag, 23. April 2011

Kritik: Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond (23.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Das Rotkäppchen verkörpert von Amanda Seyfried - viel attraktiver hätten sich die Gebrüder Grimm eine Besetzung für die Hauptfigur eines ihrer bekanntesten Märchen wohl nicht ausmalen bzw. erdichten können!

Am Ende bleibt jedoch zu konstatieren, dass die Dreiecksbeziehungskiste, in der Miss Seyfried sich in der Rolle der Valerie begibt (die zwei anderen Ecken sollen an dieser Stelle bewusst unerwähnt bleiben), und der Werwolfsjagdtrieb von Gary Oldman in dieser eindeutig US-amerikanischen Twilight-esken Produktion, an der niemand geringeres als Leonardo DiCaprio (!) beteiligt war, nahezu nichts neues zu erzählen, dafür aber in Ansätzen atmosphärisches beizutragen hat.

Kritik: New Kids Turbo (21.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Der Gründer-CINEtologe gibt es ehrlich zu: Er hat mindestens 10 Minuten gebraucht, um sich auf ein geistiges Niveau zu begeben, welches der Marianengraben selbst schwerlich hätte unterbieten können. Jedoch einmal dort unten angekommen, amüsierte man sich prächtig - was auch immer das möglicherweise über den obersten CINEtologen aussagen könnte...

Sich selbst synchronisierende Niederländer, die in (gespielter?) geistiger Umnachtung - resultierend aus sozialer Abstiegsangst und in eine Abart von Kapitalismuskritik ("Wir bezahlen einfach nicht!") gepresst - gepaart mit blinder Zerstörungswut ein beschauliches Dorf zu ihm eindeutig nicht gebührendem Nachrichtenrummel verhelfen... wem würde das nicht sofort die Freudentränen in die Augen schießen lassen?! Euch nicht? Gut, kann der Gründer-CINEtologe schon nachvollziehen, aber dies sind ja auch nur klägliche Worte - man muss es schlicht gesehen haben! Ob euer Urteil dann anders ausfällt? Versprechen kann der Gründer-CINEtologe an dieser Stelle nichts!

Lass' es gut und gern zu viel des Ruhms sein, aber angesichts der enormen Lach- und Bauchmuskelanspannung hält der Gründer-CINEtologe diese (Über-)Bewertung für ausnahmsweise vertretbar, Junge!

Kritik: Paul - Ein Alien auf der Flucht (19.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Ein nett animiertes Alien mit der deutschen Synchronstimme von Bela B. flieht vor einer Bundesbehörde, der es erst ausbeutete und nun keine Verwendung mehr dafür hat trifft auf zwei ausgewiesene Nerds (vergleichbares Teamplay in Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis aus dem Jahr 2007), denen die Area 51 nicht erst seit gestern als Projektionsfläche für ihre comicgeprägten Fantasien diente...

Simon Pegg und Nick Frost liefern hier nicht nur eine schaupielerische Darbietung (je nach Sympathielevel) maximal gehobenen mittleren Maßes ab - nein, sie lieferten auch gleich selbst die Drehbuchvorlage für ihr Schauspiel, mit dem sie vielleicht eine Hommage an das Sci-Fi-Genre gestalten wollten, doch wirklich gelungen scheinen dem Gründer-CINEtologen letztlich nur die Anspielungen auf E.T. - Der Außerirdische.

Das Abschweifen in den christlich-kreationistisch-fundamentalistischen amerikanischen Phänomenbereich hebt zwar noch einmal den Unterhaltungswert, aber über die 5 CINEtologischen Sterne kann sich Paul am Ende seiner Flucht dann doch nicht erheben.

Kritik: World Invasion: Battle Los Angeles (17.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Ein weiteres Mal wird die Welt angegriffen...
Drei Punkte statt einem Ausrufezeichen hinter diesem ersten Satz sollen bereits ein erstes Statement zwischen den Zeilen darstellen - ein Statement, welches man dann gleich im zweiten Satz glaubt erklären zu müssen... nun gut!

Trotz John-Waye-Auftritt mit einer Handgranate wirkte Aaron Eckhart (den man zumindest in Thank You For Smoking gesehen haben muss!) eher deplaziert, wohingegen Mayte Michelle Rodríguez ihrem (sicher mühsam) aufgebauten Rollenklischee (siehe zuletzt u.a. Machete, Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile, Avatar - Aufbruch nach Pandora) alle Ehre machte. Nicht, dass letzteres nicht auch seine Reize hat.

Ich will es kurz machen: Zu sehen gab es optisch ansprechendes (nun wörtlich:) L.A.-"Blockbuster"-Kino mit Bad-Ass-Aliens ohne jede Verhandlungsbereitschaft - auch nicht über die - auch aufgrund ihrer Einfallslosigkeit - dürftige Handlung.


CINEtologisches Ehrenmitglied gibt 6 Sterne

CINEtologischer Anwärter gibt 6 Sterne

Kritik: Ohne Limit (16.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Trotz meines vierstelligen IQs muss mir etwas entgangen sein - und mir entgeht nicht viel.

Wenn man üblicherweise kaum mehr als 20 Prozent seiner Hirnmasse nutzt... was ist dann wohl möglich, sollte sich dieser Prozentsatz durch spezielle "Medikamente" urplötzlich verfünffachen?! (Ein Physik-Professor der University of Minnesota, James Kakalios, spricht auf die 10-20 prozentige Hirnnutzung übrigens von einem Mythos. Vielmehr liege dieser Prozentsatz bei 100 - nur eben nicht gleichzeitig. Bei einer gleichzeitigen Nutzung dieser vollen Kapazität vermutet er eher einen gegenteiligen Effekt, d.h. der Mensch würde an Intelligenz verlieren... Spielverderber!)

Der von Wikipedia als Mysterie-Thriller ausgewiesene Film unter der Regie von Neil Burger und aus der Feder von Leslie Dixon unternimmt einen Versuch, die sich daraus ergebende Optionsfülle wenigstens anzureißen. Man beschränkt sich dabei vor allem auf Aspekte aus dem Herzen der Konsumgesellschaft: Reichtum (z.B. Börsenspekulation) und Macht (u.a. Senatskandidatur). Moralische Untiefen werden als Randerscheinungen ebenfalls durchschwommen.
Der Film beeindruckt vor allem auf der Ebene des Bildflusses zwischen Rausch und ernüchternder Realität. Durch die Besetzung der Rolle des Eddi Morra mit Bradley Cooper (statt dem ursprünglich vorgesehenen Shia LaBeouf) und den dankenswerterweise von Robert De Niro übernommene Part des Gegenspielers ist auch die schauspielerische Komponente sehr schön abgewogen worden.

Sicher wäre auf der Handlungsebene mehr WTF oder OMG drin gewesen, aber letztenendes wurde hier ein Kinofilm geschaffen, der bis zur letzten Minute unterhält und fasziniert. 


CINEtologisches Ehrenmitglied gibt 6 Sterne

Kritik: The Mechanic (10.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Die besten Jobs sind die, bei denen keiner merkt, dass du da warst.

Das gilt wohl eher nicht für die Filmografie des Hauptdarstellers. 
Ob als Transporter oder Mechaniker: Jason Statham gibt den Really Tough Guy in allen Variationen.

Als Auftragskiller mit Prinzipien setzt er auf Bewährtes: Knackige Sätze, von ProSiebens "Wissenssendung" Galileo getestete waghalsige Stunts... nur zum Einzelgänger hat es diesmal nicht gereicht. Stattdessen wurde ihm der actionfilmerprobte Ben Foster (unter anderem aufgetaucht in The Punisher und Hostage) an die Seite gestellt, um dort die ganz spezielle Mechaniker-Ausbildung des Herrn Bishop zu durchlaufen.
Weitaus mehr Charisma und Rollentiefe steuert jedoch der Vater von Kiefer William Frederick Dempsey George Rufus Sutherland (der wohl auf ewig mit der Zahl 24 in Verbindung gebracht werden wird) bei: Donald Sutherland.

Die z.T. emotionale Mentorenrolle des Herrn Statham hat ihren Reiz - ansonsten sieht man einen mehr als durchschnittlich geplotteten Actionfilm, der für Detailverliebte einige interessante Augenblicke bietet.


CINEtologisches Ehrenmitglied gibt 4 Sterne

CINEtologischer Anwärter gibt 5 Sterne

Kritik: Beastly (09.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Der von einer Hexe verflucht entstellte Hochmütige, der nur über die wahre Liebe zu seiner alten Form bzw. Gestalt zurückfinden kann...

Klingt nicht neu - und das gesteht Beastly auch in einigen Momenten ein, wobei jedoch die Anleihen bei Disney's Erzählung von der Schönen und dem Biest in die Moderne transferiert werden. Besonders hervor sticht (im wahrsten Sinne des Wortes) das sich wandelnde Tattoo auf dem Unterarm von Kyle Kingson bzw. Alex Pettyfer (letzter Auftritt als Nummer Vier). Rosen sind ebenso ein Motiv im Film.

Mit Neil Patrick Harris findet Lumière hier als Will Fratalli seine heitere - wenn auch blinde - Entsprechung und Madame Pottine wird von Lisa Gay Hamilton als Zola vertreten. Vanessa Hudgens kann sich in diesem Film in ihrer tragenden Rolle von ihrer High School Musical-Vergangheit und dem dort inszenierten, begrenzten Gefühlsrepertoire nicht wirklich lösen - sie wirkt zu brav, zu fixiert.

Manchmal wirken die Story-Bezugspunkte etwas zu stark konstruiert (insb. die Gründe für Lindys Freiheitsentzug). Ingesamt kann Daniel Barnz dritter Film (für dessen Drehbuch er ebenfalls verantwortlich ist) sich jedoch sehen lassen - auch wenn es beim Feinschliff noch etwas Entwicklungspotenzial gibt.


CINEtologisches Ehrenmitglied gibt 5 Sterne