Samstag, 23. April 2011

Kritik: Ohne Limit (16.04.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Trotz meines vierstelligen IQs muss mir etwas entgangen sein - und mir entgeht nicht viel.

Wenn man üblicherweise kaum mehr als 20 Prozent seiner Hirnmasse nutzt... was ist dann wohl möglich, sollte sich dieser Prozentsatz durch spezielle "Medikamente" urplötzlich verfünffachen?! (Ein Physik-Professor der University of Minnesota, James Kakalios, spricht auf die 10-20 prozentige Hirnnutzung übrigens von einem Mythos. Vielmehr liege dieser Prozentsatz bei 100 - nur eben nicht gleichzeitig. Bei einer gleichzeitigen Nutzung dieser vollen Kapazität vermutet er eher einen gegenteiligen Effekt, d.h. der Mensch würde an Intelligenz verlieren... Spielverderber!)

Der von Wikipedia als Mysterie-Thriller ausgewiesene Film unter der Regie von Neil Burger und aus der Feder von Leslie Dixon unternimmt einen Versuch, die sich daraus ergebende Optionsfülle wenigstens anzureißen. Man beschränkt sich dabei vor allem auf Aspekte aus dem Herzen der Konsumgesellschaft: Reichtum (z.B. Börsenspekulation) und Macht (u.a. Senatskandidatur). Moralische Untiefen werden als Randerscheinungen ebenfalls durchschwommen.
Der Film beeindruckt vor allem auf der Ebene des Bildflusses zwischen Rausch und ernüchternder Realität. Durch die Besetzung der Rolle des Eddi Morra mit Bradley Cooper (statt dem ursprünglich vorgesehenen Shia LaBeouf) und den dankenswerterweise von Robert De Niro übernommene Part des Gegenspielers ist auch die schauspielerische Komponente sehr schön abgewogen worden.

Sicher wäre auf der Handlungsebene mehr WTF oder OMG drin gewesen, aber letztenendes wurde hier ein Kinofilm geschaffen, der bis zur letzten Minute unterhält und fasziniert. 


CINEtologisches Ehrenmitglied gibt 6 Sterne

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen