Mittwoch, 23. September 2009

Kritik: Die Frau des Zeitreisenden (21.09.2009)







Wozu eine Zeitmaschine bauen – mit den richtigen Genen klappt's auch aus dem Stand...






CINEtologisches Fazit:

Ohne den geringsten Zweifel stiftet der Film Verwirrung in den Köpfen der Kinozuschauer.
Ich mag allerdings dieses Gefühl der mit der Plotline synchron wachsenden Erkenntnis, wie die durch die Zeitreisen des Henry DeTamble (gespielt von Eric Bana) verstreuten Szenen dennoch Sinn ergeben können.

Und um wirklich ehrlich mit euch zu sein: Ich hab mich ja ein wenig in die Frau des Zeitreisenden im Körper von Rachel McAdams verguckt. Dieses Gesicht ist zauberhaft... Doch genug von meiner kleinen realitätsfernen Schwärmerei.

Ich wusste manchmal nicht, ob ich mehr Mitleid mit dem unfreiwillig permanent von der Zeit Ausgeblendeten oder seiner bezaubernden immer in der Warteschleife hängenden Frau empfinden sollte... ob das wohl eine der Intentionen des Films war? Man munkelt noch.

Ich möchte an dieser Stelle auf eine von meiner weiblichen Begleitung an mich herangetragenen Kritik bezüglich des Surrealismus im Film eingehen: Natürlich kann man bzw. frau anbringen, dass dem verantwortlichen Gendefekt zu wenig Zeit im Film gewidmet wurde (bis auf die eine kurze Szene, die auf eine Ähnlichkeit mit Epilepsie in Bezug auf die Gehirnaktivität hinweist) – und der Zeitreisende somit ist, was er nun einmal ist: Ein Hirngespinst, im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch kann man/frau den Einstieg in den Film durchaus als zu langatmig empfinden – ohne, dass ich dem zwangsläufig zustimmen muss. Für mich waren die Längen berechtigt, da mir sonst wertvolle Erklärungsmomente abhanden gekommen wären.

P.S.: Ich konnte Eric Bana trotz dem - verglichen mit dem gestrigen - vollkommen gegensätzlichen Rollenbild ohne Probleme ernst nehmen.
Aber es soll ja Menschen (mit dem gleichen vortäglichen cinematischen Hintergrund) geben, die sich die Frage gestellt haben, wo um Himmels Willen sie diesen Schauspieler nur schon einmal gesehen haben... Hoffe doch, der Betreffende kann mit dieser kleinen Spitze am Rande umgehen.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
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Schauspieler: ******
Story: ******
Plot: ******
Musik: *****

Kritik: Wie das Leben so spielt (21.09.2009)







Ein Comedian setzt sich (mehr oder minder) ernsthaft mit dem Tod auseinander...






CINEtologisches Fazit:

Ein Film mit Adam Sandler in der Hauptrolle hat bei mir stets gute Chancen, die 4-Sterne-Hürde problemlos zu überwinden.

Nachdem ich mir vor kurzem seinen Auftritt in Reign over me auf DVD ansehen konnte, bin ich davon überzeugt, dass Mr. Sandler den Spagat zwischen Tränen, die vom Lachen herrühren und jenen, die sich als wachsender Film auf dem Augapfel andeuten, wenn das Leben gerade die Krallen ausfährt, halten kann, ohne dass etwas überstrapaziert wird.

Dieser Film überzeugt durch den Adam Sandler eigenen Humorstil, seine komödiantische Konfrontation mit dem für mich eher situationskomischen Seth Rogen (und auch Eric Bana, der in seiner Rolle als Clarke eher gezwungen komisch wirkt, was aber der Wirkung keinen Abbruch tut) sowie durch eine Plotline, die zwar alles andere als schwer zu durchschauen, aber dennoch an den richtigen Stellen Akzente setzt und der Charakterentwicklung Raum lässt.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
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Schauspieler: ******
Story: *****
Plot: ******
Musik: *****

Kritik: Oben (20.09.2009)







Wenn du OBEN angekommen bist... muss es nicht zwangsläufig auf direktem Wege bergab gehen!






CINEtologisches Fazit:

Ein sonntäglicher Kinonachmittag, an dem gelacht und Träumen nachgehangen wird, ist potenziell einer, der Sterne für den vorgeführten Film abwirft.

Schon der Vorfilm Teilweise wolkig macht uns mit dem Himmelsthema im weitesten Sinne vertraut und spielt kindlich schön darauf an, wo die Menschen- und Tierkinder denn eigentlich herkommen.

In diesem Fall sind vor allem der ein wenig dümmliche Pfadfinder Russel sowie der spechende Hund Dug und das Paradiesvogel-Weibchen, welches von Russel auf den Namen für die verantwortlich zu machen. Der pensionierte Ballonverkäufer Carl Fredricksen bedient mit seinem Schicksal und seinen monologartigen Redebeiträgen eher die melancholische Seite in uns.

Der Film ist so reich an Farben und schrägen Charakteren, dass man ihn einfach mögen muss - mir jedenfalls ging es so.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ****
Musik: ****

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: District 9 (10.09.2009)







Peter Jackson präsentiert... - und schon hatten sie mich wieder im Kinosessel...






CINEtologisches Fazit:

Ich hatte schon seit dem Trailer ein unheimlich gutes Gefühl bei dem Film, dass sich letztendlich auch im Kino manifestieren durfte.

Bei dem Versuch, das Thema des Rassismus auf ein extraterrestrisches Level zu hieven und über sowie im südafrikanischen Johannesburg anzusiedeln... hätte sich manch ein Produzent und Regisseur zielsicher verhoben. Nicht so P. Jackson und Neill Blomkamp, wobei zweiterer auch noch am genialen Drehbuch mitgewirkt hat.

Auch bin ich voll des Lobes für den Verantwortlichen für die Kamera: Trent Opaloch.
Die gewagte über weite Strecken dokumentarisch anmutende Aufmachung der Aufnahmen hätte auch daneben gehen können – aber es passte einfach. So wie die Aliens, die selbst beim Tauschhandel mit den Nigerianern (hier sei nur kurz auf die artenübergreifende Prostitution hingewiesen!) nie deplaziert wirkten: Alien trifft Mensch trifft Technologie trifft beide.

MNU (Multi-National United) und UIO (United International Organisation) als Kürzel dürften keinen Zuschauer wirklich davon ablenken, wer hier in welcher Form kritisiert wird: Die multinationalen Waffenkonzerne ebenso wie die Vereinten Nationen in Fragen von ethnischen Säuberungs- bzw. Zwangsumsiedlungsaktionen.

Wenn der sich dem Zuschauer anfangs als selten dämlicher Bürokrat Wikus van de Merwe (alias Sharlto Copley) präsentierende Protagonist im Verlauf der Geschichte zu einem Hybriden wird, der zu verstehen beginnt, was gelebter Rassismus ist und wie er sich anfühlt.

Ein Film, der es versteht, Betroffenheit auch dort zu erzeugen, wo andere science-fictionale Alien-Menschen-Gemetzel-Szenen in Reinform und vielleicht noch eine Prototypen- bzw. concept car- Präsentation vermuten würden.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
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Schauspieler: *****
Story: ******
Plot: ******
Musik: *****

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Wickie und die starken Männer (09.09.2009)







Vom Fernsehzuschauer bei Bullys Castingshow zum Kinogast in seinem neuen Film.






CINEtologisches Fazit:

Ich muss voranstellen, dass ich die Fernsehserie mit Wickie (den ich immer für ein rothaariges Mädchen unter den bärtigen und barbarischen Männern gehalten habe) nie wirklich intensiv verfolgt habe. Meine Einstimmung auf den Film erfolgte vielmehr während Bullys Suche nach den starken Männern.

Die Endauswahl an Wikingern für den Film war aus meiner Sicht ein Erfolg für Bully. Besonders die Rolle des Wickie wurde von Jonas Hämmerle sehr sehenswert ausgefüllt.
Der dickste Sympathiepunkt geht allerdings eindeutig – besonders vor dem Hintergrund des Castings – an Faxe im Körper von Jörg Moukaddam.

Nicht wirklich überzeugend konnten hingegen die Story und die Plot:
Irgendwie konnte sich der bully-typische Humor in diesem Film nicht so schön entfalten.
Mag am Setting oder an den darin eingebunden Charakteren liegen, aber es war nicht viel mehr, als eben ein netter Kinderfilm zwischen vielen.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ***
===============
Schauspieler: ****
Story: ***
Plot: ***
Musik: ***

Kritik: Final Destination 4 - Death Trip (03.09.2009)







Vom Flugzeug auf den Highway, von dort auf die Achterbahn, nur um jetzt auf der NASCAR-Piste zu landen...





CINEtologisches Fazit:

Nachdem der durchaus ansehnliche dritte Ausflug in den Themenpark des Todes mich 2006 glauben machte, dass eine weitere Fortsetzung auch nicht schaden könnte, fielen mir nahezu die Augen aus dem Gesicht bei dem, was mir da von der Filmrolle auf die Leinwand geworfen wurde: Bei einem Film, der von Effekthascherei lebt, von Explosionen und Gemetzel, offensichtlich daran zu sparen, was er so unbedingt nötig hat wie ein Kinobesucher ein ordnungsgemäßes Seitenverhältnis und eine funktionierende, lautstarke Surroundsound-Anlage im Kino seines Vertrauens (so viel übrigens zum Thema Dienstleistung und Service, Herr Ansorge)... ist - gelinde gesagt – ein Unding.
Da ändert es auch nichts, dass – laut Zeugenaussagen – die Spezialeffekte in der 3D-Version des Films gar nicht so negativ auffielen.

Von der Story hab ich ohnehin nicht viel erwartet, die durchschaubare Plot wurde gegen Ende dann doch mal kurz aufgelockert, aber die einzige wirkliche Neuerung (die Röntgen-CT-3D-Animationen von Unfällen) wurde nur für den Vorspann, die letzte Szene sowie den Abspann eingespannt – das reicht einfach nicht, wenn man storytechnisch nichts innovatives zu Stande bringt.

Die Schauspieler sind keine weitere Erwähnung wert als jene, dass sie nicht ganz deplaziert wirkten

Hiermit verhänge ich offiziell das CINEtologische Embargo gegen Final Destination, welches erst dann aufgehoben wird, wenn... ja, wenn sich die VFX-Abteilung, die Drehbuchschreiber und der Regisseur entweder darauf geeinigt haben, dass sie genug haben oder aber ihrer Arbeit dann doch einmal wieder mit der nötigen Sorgfalt nachgehen.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: **
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Schauspieler: *
Story: **
Plot: **
Musik: **

Kritik: Beim Leben meiner Schwester (01.09.2009)








Ist dir das Leben deiner Tochter das Leid ihrer Schwester wert?






CINEtologisches Fazit:

Wenn ein Film mich bewegt, dann bedeutet das nicht selten, dass die Grundatmosphäre des Films bereits die besten Voraussetzungen schafft, auf die dann das Schauspielaufgebot nur noch in ansprechender Form aufbauen muss.

Der Schritt vom emotionalen Film zum kommt aber nicht von selbst, sondern muss von den Darstellern angestoßen werden:
Ohne die Schauspielleistung von Mutter Sara in Person von Cameron Diaz und ihren Filmtöchtern Kate (Sofia Vassilieva) und Anna (Abigail Breslin) wäre das moralische Dilemma zwar zu erahnen, nicht aber zu spüren gewesen. Ein wenig blass bleiben die Charaktere des Bruders (Jesse, gespielt von Evan Ellingson) sowie des Vaters (Brian, gespielt von Jason Patric. Dabei möchte ich aber nicht ausschließen, dass dies durchaus im Drehbuch vorgesehen sein mag.

Mir in lebhafter Erinnerung geblieben ist die Strand-Szene mit der ganzen Familie, wobei Filmmusik und -bilder ein Level an Harmonie erreichten, das in amerikanischen Filmen bei weitem nicht selbstverständlich ist.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ******

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Inglourious Basterds (27.08.2009)






Da wir in letzter Zeit so selten ins Kino kommen, sind wir für jede Vorstellung des Bärenjuden mit seinem Baseballschläger sehr dankbar... (Zitiert aus meinem Gedächtnisprotokoll zum Film)





CINEtologisches Fazit:

Sind sie nicht schön, diese Anspielungen auf den Zuschauer, der diesen Satz aus dem Mund von Brad Pitt alias Aldo Raine just dann hört, wenn er im Kino sitzt.
Alle Schwarzseher bzw. -streamer vor den 15,4 Zoll-Bildschirmen müssten (spätestens!) an diesem Punkt des Films vor Scham erröten.

Wenn aber selbst Mr. B.P. (wie ich ihn für den Moment liebevoll nennen möchte) von einem österreichisch-deutschsprachigen Schauspielkollegen in Person von Christoph Waltz als Oberst Hans Landa in Grund und Boden gespielt wird, ohne dabei in selbigem auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, dann hat Quentin Tarantino ganz ohne Zweifel erneut eine Heldentat für den internationalen Film vollbracht!

Es ist ein Film der weltklassigen Dialoge, der einander übertreffenden Akteure (unten angefangen bei Diane Kruger bis zum oben erwähnten Christoph Waltz), des nach allen Regeln der Kunst umgesetzte Geschichtsrevisionismus (ohne die damit sonst assoziierte Überschreitung des rechten Randes) und der makellosen Plotline.

Ich kann nicht umhin, diesem Leinwandkunstwerk meine höchste Ehrerbietung zu Teil werden zu lassen: 7 Sterne!

P.S.: Ich behaupte übrigens, dass Kapitel 1 der Aesopschen Fabel vom Fuchs und dem Holzfäller nachempfunden ist. Grandios!


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *******
===================
Schauspieler: *******
Story: *******
Plot: *******
Musik: *******

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Horst Schlämmer – Isch kandidiere (25.08.2009)







Kerkelings multiple Persönlichkeiten prallen auf der Leinwand aufeinander – kann das gut gehen?






CINEtologisches Fazit:

Nach nun fast einem Monat, in der (u.a.) Kerkelings Kinofilm den CINEtologischen Würdenträger ersten Ranges dazu bewegte, eine Hall of Shame neben der Hall of Fame zu errichten, kann ich die ursprünglich angedachte 3-Sterne-Wertung nur in Form einer bereits bekannten Klammer-Konstruktion noch vertreten.

Man könnte mir nun vorwerfen, ich würde mich der erdrückenden Last einer einzelnen kritischen Stimme beugen – und hätte aus subjektiver Sicht auch durchaus Anlass dazu.
Ich aber kann mich hier in Schriftform aufrecht vor euch hinstellen und schreiben:
Die vormals (und auch weiterhin) von mir für gelungen befundenen Charakterschöpfungen des Herrn Kerkeling können (mit Ausnahme der recht schnell ) in der Rückschau sowie der Rücksprache mit dem o.g. erfahrenen Kino-Kollegen nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine zweit- bis drittklassige deutsche Schauspielriege in einer scheinbar lustlos um jenes Talent für Persönlichkeitskreation drapierten Leinwandgeschichte primär dafür angetreten sind, uns zu erzählen, wie lächerlich Politik - und wie einfach eine Parteigründung sein kann.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich gelacht habe und dass das Kinoerlebnis an sich durch die weibliche Begleitung und die mir bis dato unbekannte Zuschauerbeteiligung in Form von spontanem Applaus (mitten im Film!) im ersten Moment vorteilhafter wirkte, als es sich mir nun darstellt. Dieses Recht auf die Unterscheidung von Wirkung und Nachwirkung nehme ich mir einfach heraus!


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: **(*)
=================
Schauspieler: ***
Story: *
Plot: **
Musik: **

Der CINEtologische Würdenträger ersten Ranges hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Samstag, 5. September 2009

Gastrezension: Coraline (01.09.2009)

[Erstmals in seiner Kinolaufbahn hat der Gründer-CINEtologe einem Film mehr als einmal die Ehre erwiesen, ihn auf Großleinwand zu betrachten.
Anlässlich dieser Premiere hat er sich entschieden, einen CINEtologischen Anwärter, der dieses Novum überhaupt initiierte, in den Rang des Ehrenmitglieds von CINEtologie zu heben und ihm ausnahmsweise einen Post auf seinem Blogspot zu reservieren.

Lest hier, welche Worte er für den Film finden konnte:]


CINEtologisches Fazit:

"Ein Kinderfilm? Is' nich' dein Ernst oder?"
So in etwa war der erste Gedanke, der mir kam, als er (Anm.d. Gründer-CINEtologen: er = ich) mir erzählte, dass er an einem FREITAG* ins Kino ging, um Coraline zu sehen. *(Freitag = Teuer)
 
Nach einem kurzen Gespräch war mir dann klar, es war Ernst.
Da ich ihm in Sachen Kino doch schon sehr vertraue, beschloss ich kurzerhand, am heutigen Tag, mich selbst zu überzeugen und ein Urteil zu bilden.

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin überrascht.
Nicht in etwa so, als würde die Lottofee mit einem dicken Koffer Geld vor der Tür stehen, sondern eher die Schwiegermutter.
FSK 6? Kein Problem, wenn man ein paar schlaflose Nächte mit dem Kleinen verbringen will, der aus Angst vor dem Monster hinter der Schranktür ins Bett der Eltern gestürmt kommt.
 
Ein Film, der in seiner Machart nicht monatlich auf dem Programm steht, ein Film der einen bitter-süßen Nachgeschmack hinterlässt, ein Film der eine Atmosphäre schafft, die ich nicht zu träumen wage, ein Film der mich so faziniert hat, ein Film voller Ideen und einer Phantasie, die ich nie erreichen könnte.
Schonmal einen süßen Knuddelbären mit zugenähtem Mund und bösem Blick gesehen?
So beschreibe ich den Film, der in seiner Niedlichkeit so schaurig werden kann, dass es mir selbst hier und da einen Schrecken verpasst hat und das, obwohl ich jenseits der 6 Jahre lebe.

Nun, um auf den Punkt zu kommen:
Ein niedliches Schauermärchen, das mit seiner Geschichte, der Atmosphäre, der Musik, den Ideen, der Phantasie, der Machart, ja selbst mit den gebastelten Charakteren zu begeistern weiß.
Stop-Motion nennt sich die Art und Weise, mit der man diesen Film drehte.
YouTube und Co. bieten eine grosse Auswahl an solchen Filmchen, doch im Kino sind sie eher selten zu Haus. Doch genau dort gehört dieser Film hin!
Für mich steht eins fest: "Ganz Grosses Kino".
 
Um genauer auf die Story, die Charakter und die Musik einzugehen, bin ich mit Sicherheit der Falsche, das überlasse ich getrost den schreibwütigen Cineasten der Szene.
Meine Empfehlung... Geht ins Kino, schaut´s euch an!

 
7-Sterne-Skala:
 
Gesamteindruck: *******
=================
Schauspieler: *******
Story: *******
Plot: *******
Musik: *******

DVD und Blu-ray Verleih per Post (inklusive VoD)