Samstag, 27. November 2010

Aus dem Foyer: Aktion KINO KANN...

Aktion KINO KANN...

Im KINO KANN sich
der Gründer-CINEtologe 
einen Realitätskurzurlaub
buchen.


Mit der Aktion KINO KANN feiert ChristiansFoyer in diesen Tagen u.a. sein Einjähriges, zu dem der Gründer-CINEtologe ihn ausdrücklich beglückwünschen will. Der Herr möchte etwas Kreatives und Vernetzendes aus der geteilten Freude am Bloggen und der Leidenschaft für Kino & Film hervorgehen sehen - CINEtologie beteiligt sich an dieser Stelle gern.

Wie stark sich das Kino auch an der Geldbörse zu schaffen macht - man KANN es dem KINO einfach nicht allzu lange übel nehmen. 

Ich jedenfalls bereue kaum eine der bereits 30.468 Kinofilmminuten, die im Laufe der vergangenen (am heutigen Tag exakt:) 9 Jahre im  atmosphärischen Halbdunkel verschiedenster Kinosäle verstrichen sind.
Die besondere Faszination von KINO KANN ich für mich am besten damit beschreiben, dass ich - wie oben angedeutet - an der Kinokasse meinen mentalen Realitätskurzurlaub buchen kann - wann immer es die eigene Freizeit, die Spielzeiten und schließlich auch der Geldbeutel zulassen.
Mit der Blu-ray ist zwar ein gelungener Schritt in Richtung echtes Heimkino bereits zurückgelegt worden, aber bis zum heutigen Tag kommt nichts an die Sitz-, Sound- und Bilderlebniswelt KINO heran.

Kurz gesagt: Was KINO in den Augen des jeweiligen Betrachters KANN (oder auch nicht), mag jeder für sich beurteilen. Für mich ist es in den vergangenen Jahren elementarer Bestandteil meiner Freizeitgestaltung geworden, auf den ich nicht mehr verzichten will - sofern ich es denn noch könnte...

Dienstag, 23. November 2010

Kritik: So spielt das Leben (19.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Irgendwie werde ich seit dem ersten Trailer das Gefühl nicht los, dass ich die Thematik des Films (Kind verliert Eltern, beste Freunde der Eltern ziehen Kind groß) unter einem anderen Titel und mit anderen Darstellern schon zuvor gesehen habe. Sei es drum.

Ich kann eine wohl von ihrer Synchronstimme oder ihrem generellen Rollenverhalten (beides wirkt auf mich zu übertrieben, zu gekünstelt, zu einseitig) ausgehende Antipathie gegenüber Katherine Heigl nicht leugnen. In der Konstellation mit Josh Duhamel entfaltet sich eine humorvolle Wirkung glücklicherweise nach kurzer Aufwärmphase.

Doch eines muss ohnehin klar sein bzw. hier klar gestellt werden: Beide Darsteller wären absolut nichts ohne das goldige Baby Sophie (in der ersten Phase verkörpert von Alexis, Brynn und Brooke Clagett, später dann von Kiley und Brooke Liddel). Wer etwas anderes behauptet, der kann sich... am wahrscheinlichsten wohl nicht für Babys/Kinder in Filmen erwärmen und... wäre in diesem Fall zu bedauern.

Wenn das Leben so mit einem spielt, dann rührt mich das: Freundschaft, Verantwortung, Flucht im Umfeld einer kaum Neugeborenen, die ihre Eltern verliert und neue gewinnt. Die ihrerseits wiederum schließlich auch zu einander finden. To forge anything's "hollywooden" destiny: the Happy End. Sei es drum. Zum zweiten Mal.

Kritik: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil I (17.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Ich gebe es gern zu: Mit dem Rowling'schen Zauberlehrling bin ich nie so ganz warm geworden. Nach Buch Eins habe ich vom Lesen der Geschichte Abstand genommen und die verfilmten Teile 2-6 zogen mich auch nie ernsthaft in diesen besonderen Bann, der bei jeder neuen H.P.-Filmpremiere erneut unter den Kinobesuchern zu spüren ist.

Die erste Episode des verflixten siebten Teils der Erzählung rund um den  speziell vernarbten Jungzauberer ließ nun jedoch bereits im Trailer deutlich düstere Züge durchblicken. Diese dunkle Atmosphäre war zwar in Teil 6 zu erahnen, nahm aber erst jetzt in meinen Augen eine Gestalt an, die nicht in einem luftleeren Raum um die per se schon begrenzte Dauer ihrer Existenz kämpfen muss. Die britische Landschaftsfilmmalerei mit z.T. großartigen Einzelbildern kann ihrerseits das nötige Setting dafür bereitsstellen.
Mir persönlich kommt es auch entgegen, dass die Schauspieler mittlerweile einen gewissen Reifegrad erreicht haben, der Ron (Rupert Grint) nicht mehr ganz so lächerlich wirken und immerhin Harry (Daniel Radcliffe) und Hermine (Emma Watson) zu würdigen Protagonisten werden lässt. Diese für meinen Geschmack oftmals zu kindlich anmutenden komödiantischen Einlagen der vergangenen Teile gehören im vermutlich vorletzten Film der Vergangenheit an - und da gehören sie auch hin.

Der herbeigesehnte und im Juli 2011 dann wohl auch -gezauberte ultimative Showdown zwischen Potter und dem dunklen Lord Voldemort bekommt hier einen ansprechenden Auftakt, der in mir - abseits jeder Form von Hype-rventilation - eine gewisse Grundspannung für den (betont:) vorgeblich letzten Schwung mit dem Zauberstab auslösen konnte.

Was davon am Ende übrig bleibt, lest ihr, wenn ihr dem Gründer-CINEtologen als Leser dieses Blogs auch weiterhin gewogen seid.

Kritik: Unstoppable - Außer Kontrolle (16.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Irgendwie fühlte ich mich an die U-Bahn Pelham 123 aus dem letzten Jahr erinnert, die - wohl nicht ganz zufällig - ebenfalls mit Denzel Washington besetzt und von Tony Scott inszeniert war.

Mit an Bord ist nun Chris Pine, der nur leider meinem ersten Eindruck (= erster Film mit ihm) nach nicht gerade auf sich aufmerksam macht. Er bleibt blass neben Mr. Washington - und das meine ich sicher nicht mit Blick auf seine Hautfarbe. Seine Rolle mag so angelegt sein, aber in dieser Konstellation und diesem begrenzten Setting muss deutlich mehr Ausdrucksstärke drin sein.

Die Story vom unaufhaltsamen, mit Chemikalien beladenen Zug, der das Leben zehntausender Unschuldiger auszulöschen droht, ist überschau- und die Plot entsprechend absehbar. Hin und wieder wirken die Schnitte von Robert Duffy zu hastig - selbst bei dem themenbedingt vorgelegten Tempo.

Am Ende bleibt das dumpfe Gefühl, dass Tony Scott sich hier beim Aufspringen auf einen - bereits 2009 von ihm selbst in die Spur gebrachten - Zug nicht sonderlich verausgabt hat. Schade drum.

Kritik: Machete (14.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Massig unbedeckte Körperstellen, massiver Blutverlust nach Einsatz gewisser bezeichnender scharfer Gegenstände sowie nach Schusswaffengebrauch und... Einwanderungspolitik. Wer hätte das gedacht?

Dass die Grenze zwischen Mexiko und den USA die weltweit am häufigsten überquerteste (2006: ca. 250 Mio. legale Überquerungen) und angeblich auch bestbewachteste ist, mag dem/der einen oder anderen nicht ganz fremd sein (Wortspiel!). Welche innenpolitischen Folgen dies hat, ist hingegen nicht so leicht zu erklären, wie es uns u.a. die Herren unter den markant weißen Kapuzen und mit brennenden Symbolen christlichen Glaubens weismachen wollen.

Wie da Machete in Gestalt von U.S.-Schauspieler mit mexikanischen Wurzeln, Danny Trejo, und - vor allem - Jessica Alba ins Bild passen? Als Cousin zweiten Grades des Regisseurs (seinerseits mit mexikanischer Herkunft) dieses Streifens, Robert Rodriguez, gäbe es wohl kaum eine bessere Besetzung für die Rolle des grenzüberschreitenden Rachefeldzugfrontkämpfers.
Mrs. Alba besitzt neben der U.S.-amerikanischen Staatsbürgerschaft u.a. auch die von Mexiko und was liegt da näher als eine Rolle als Agentin der U.S. Einwanderungsbehörde? Und ja, sie sieht zusätzlich auf der Leinwand von lästiger Kleidung befreit unter dem Duschkopf stehend auch einfach unerreichbar gut aus. Das werde ich gar nicht erst zu leugnen versuchen.

Ich könnte nun die gesamte Besetzung des Films durch die Bank weg in höchsten Tönen loben (angefangen bei aggressiv wahlkämpfenden Robert De Niro, übergehend zur revolutionären Michelle Rodriguez, fortführend bei Cheech Marin in seiner [Wortspiel folgt!] Padre-Rolle...). Ich könnte auch meiner Begeisterung für die "dreckige" Bildgebung des Herrn Rodriguez Ausdruck verleihen. Oder die Vorfreude auf eine Fortsetzung nicht verhehlen.

Und schon wüsstet ihr, wie viel Spaß mir dieser Streifen mit dem one-linenden Trejo und der - bei aller Überzeichnung - ernsthaften Thematik gemacht hat. Ich wurde wahrlich auf hohem Niveau unterhalten.

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Jessica Alba
wurde für ihre Rolle in
Machete
für die
nominiert.

Kritik: Einfach zu haben (13.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Intelligente Schlagfertigkeit in einem Teenie-Gossip-Irgendwas? Einfach zu haben statt schlicht nicht zu finden in Will Glucks neuem Film.

Ich würde lügen oder zumindest lange um den heißen Brei herumreden, wenn ich in dieser Rezension an Emma Stone vorbei kommen wollte. Also versuche ich es erst gar nicht und gebe unumwunden zu: In ihre Rolle als Olive Penderghast habe ich mich - natürlich rein auf Leinwandebene - verguckt. Als würde ihr schierer Anblick nicht schon jede weitere Überzeugungsarbeit überflüssig machen, nein, sie besticht auch noch durch Witz, der seinerseits von Intellekt zeugt. Zusammen mit den Elternfiguren Rosemary und Dill ist ein großartiges Ensemble geschaffen, das aus den sie umgebenden Klischee-Charakteren herausragen muss.

Wer sich ansehen möchte, wie eine amerikanische Teenie-Komödie gut gemacht sein kann, für den ist das ganz Einfach zu haben.
Ganz im Ernst.

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Emma Stone
wurde für ihre Rolle in
Einfach zu haben
für die
nominiert.

Kritik: Umständlich verliebt (13.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Und wieder ein Film, der die Rollendiversität der von mir so geschätzten Mrs. Aniston kaum größer werden lässt. Nur kann sie bei dem Thema Kinderwunsch ohne willigen Mann diesmal aus dem vollen Erfahrungsschatz schöpfen.

Während Jennifer Aniston mit einer gewissen Ist-man-ja-irgendwie-von-ihr-gewöhnt-Solidität ihre Rolle darbietet, ist es schließlich vor allem Jason Bateman, der als Neurotiker und Hypochonder das thematisch-dramaturgisch Gewöhnliche aufwertet.

Mit reichlich Wortwitz und dem Samenspendesprössling Sebastian (Thomas Robinson) schafft es Umständlich verliebt somit doch recht mühelos in die Riege der 5-Sterne-Streifen.

Kritik: Buried - Lebend begraben (07.11.2010)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    


CINEtologisches Fazit:

Die Faszination dieses Films liegt ganz klar... in einer Holzkiste, vielleicht 3 Meter unter irakischem Erdoberfläche.

Dieses hölzerne Gefängnis wird über die gesamten 95 Minuten Laufzeit nicht verlassen. Wie das funktionieren kann? Die Antwort liegt... in besagter Kiste. In Person von Ryan Reynolds, der hier alles andere als den Sexiest Man Alive 2010 durchblicken lässt, sondern überragend eindringlich den auf ein Handy, eine zittrige Taschenlampe und ein Knicklicht reduzierten lebendig begrabenen Trucker zwischen überzogenen Lösegeldforderung und Rettungszusagen mimt.

Eine Schlangen-Einwurfsszene wirkte etwas zu konstruiert, in der Gesamtschau kann Buried jedoch mit einer beklemmenden Atmosphäre, einem auf engstem Raum mit jeder Faser, jedem Gesichtszug überzeugenden Hauptdarsteller und einer in diesem Setting glänzenden Kameraführung.

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Buried - Lebend begraben
wurde für den 
nominiert.