Montag, 31. Oktober 2011

CINEtologie begibt sich in die DIASPORA*

Allen - möglicherweise nach dieser Überschrift aufkommenden - Spekulationen erwidernd:
Nein, der Gründer-CINEtologe muss nicht etwa aufgrund von religiöser, politischer oder ähnlicher Verfolgung die Flucht ergreifen und seine Blogger-Tätigkeit unter einer anderen Domain, auf einem anderen Server in einem anderen Land fortsetzen.


Da sich der Gründer-CINEtologe neben seinem cineastisch-kritischen Engagement im örtlichen Kino sowie in seinem flachbildbeschirmten, bläulich scheinendem Heimkino auch als Promoter von Freier Software bzw. Open Source versteht und von dem - bereits zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten angetretenen - Schritt in das Soziale Netzwerk Facebook beide Male nachdenklich zurückgetreten ist, freut es ihn umso mehr, dass es auch ihm möglich ist, sich in einem - seinen Präferenzen und Vorstellungen am nächsten kommenden - Sozialen Netzwerk seiner Wahl zu betätigen:

Screenshot eines Postings in der DIASPORA* (Alpha) vom 18.10.2011
Das von Wikipedia als Open-Source-Webserver [...] für ein verteiltes soziales Netzwerk[... im Sinne] eine[r] Alternative zu zentralisierten Diensten wie Facebook und StudiVZ ausgewiesene Projekt DIASPORA* definiert sich über Social Freedom (so heißt es auf diasporafoundation.org  u.a.: Connecting socially is human nature. You shouldn't have to trade away your personal information to participate.) und versteht sich als kreative Gemeinschaft, in welcher der einzelne Nutzer die Kontrolle über seine Daten ausübt. Dies soll über persönliche Webserver (sog. Pods) realisiert werden, auf denen die Freie Software hinter DIASPORA* läuft.

Der Gründer-CINEtologe empfindet die Pod-Option (hier eine Liste der derzeitigen sog. Community Pods) als einen wichtigen Beitrag zum - seit 1983 durch das Bundesverfassungsgericht als solches anerkannte - Grundrecht auf informationellen Selbstbestimmung. Und auch wenn er sich derzeit noch auf einem der beiden großen Pods (joindiaspora.org und diasp.org) angesiedelt hat (genauer: diasp.de), so blickt er doch erwartungsvoll auf die auf diasporafoundation.org mit Coming Soon gekennzeichnete Option des Move Pods.

Wer sich nun selbst in die DIASPORA* begeben möchte, der kann dies u.a. über den Pod diasp.de ohne eine vorher verschickte Einladung tun. Dort findet ihr dann auch CINEtologie.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Just arrived: Der Filmzitate Kalender 2012 von Cineplex

Soeben war es dem Gründer-CINEtologen vergönnt, eine der wichtigsten Publikationen des Jahres (zumindest für Cineasten) aus dem Briefkasten zu angeln: Den Filmzitate Kalender 2012 von Cineplex.

Der Filmzitate Kalender 2012
In seiner Funktion als Jury-Mitglied und Engagiertester Zitatespender erhielt der Gründer-CINEtologen - wie schon 2010 - auch in diesem Jahr vorab dieses besondere Büchlein. Diesmal ist es zwar nicht gebunden, was es jedoch keineswegs unattraktiver macht. 

Unten rechts wird @cinetologie als Mitglied der Jury ausgewiesen
Dieses Exemplar mit hoher symbolischer Bedeutung für den Gründer-CINEtologen ist - objektiv betrachtet - nur eines von insgesamt 80.000. Diese verbale[n] Höhepunkte des Kinojahres werden bald auch in den Kinos der Cineplex-Gruppe erhältlich sein.

Das Filmzitat des Jahres 2011 aus Hangover 2
© Cineplex 2011
In dieser Anthologie in deutscher Fassung enthalten sind neben den 10 Jury-Favoriten und dem - vom Gründer-CINEtologen an anderer Stelle bereits geposteten - großartigen Filmzitat des Jahres nicht weniger als 429 Filmzitate!

Im Vergleich zu 2010 hat sich - bereits am Namen ablesbar - etwas entscheidendes geändert: An eine Aneinanderreihung von Filmzitaten schließt sich ab Seite 123 ein Kalender für das (Kino-)Jahr 2012 an, in dem sich für den Monat November ein weiteres erlesenes und gespendetes Zitat des Gründer-CINEtologen findet.

Entweder es ist ein Königreich des Gewissens, oder gar keins!
aus dem fantastischen Film Königreich der Himmel
An das Ende dieses Blogbeitrags möchte ich (als Privatperson) meinen ausdrücklichsten Dank für die erneute Beteiligung an diesem - einmal mehr - äußerst gelungenen (Buch-)Projekt an Andreas Crüsemann und die Cineplex Deutschland GmbH und Co. KG setzen. 

© Cineplex 2011
 Ich weiß das auch in diesem Jahr sehr zu schätzen!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Kritik: Wie ausgewechselt (14.10.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

Kritik: Apollo 18 (14.10.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

Kritik: What a Man (13.10.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Matthias Schweighöfer erfindet das von Til Schweiger bereits ausgiebig beackerte deutsche RomCom-Genre mit seiner durch und durch sympatischen Darstellung des trennungsbedingt seine Männlichkeit in Frage stellenden und auf Antworten angewiesenen Lehrers Alex garantiert nicht neu. Eher noch sind Tierschutz-Aktivistinnen wie Nele (Sibel Kekilli) bereit, die Biodiversität unseres Planeten gegen Tropenholzmöbel und Angeltouren auf Walfangschiffen vor Japan einzutauschen.

Sein Regiedebüt lebt hauptsächlich von seinem Auftritt und überwindet die objektiv schwachen, weil innovationsarmen Komponenten (Drehbuch und Dramaturgie) mittels der Adaption der Schweiger'schen Erfolgszutaten (darunter ein populär-musikalsischer Soundtrack).

Kritik: Blue Valentine (07.10.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

Kritik: Melancholia (06.10.2011)

Gesamteindruck:
Darsteller      
Dialoge          
Drehbuch      
Dramaturgie  
Innovation      
Kamera/Optik
Soundtrack    

CINEtologisches Fazit:

Wir haben was abgemacht: Dass du glücklich bist!

Diese Abmachung scheint Tante Stahlbrecher (Kirsten Dunst) krankheitsbedingt vernachlässigt zu haben - schließlich gibt sie sich vielmehr davon überzeugt, dass die Erde [...] schlecht wäre, sodass man nicht um sie zu trauern brauche.
 
Depression ist nicht nur eine verdrängte - wenn auch in letzter Zeit wieder verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit gerückte - Volkskrankheit. Die Tatsache, dass diese psychische Störung ihrer Rolle der Justine im Drehbuch von Regisseur Lars von Trier zugeschrieben wurde, bietet Kirsten Dunst im planetarisch-melancholischem Weltuntergangsszenario mit Hochzeitsstimmungstief vielmehr v.a. die Möglichkeit, ihr schauspielerisches Können zu beweisen. Beweisführung schlüssig und überzeugend. Punkt.
 
Über ihren besonderen optischen Reiz hinaus, sind es die zu Beginn des Films in aller Ausführlichkeit ausgestrahlten Zeitlupenszenen, welche die nachhaltigste Wirkung auf den Gründer-CINEtologen hatten.
Ein wenig enttäuscht war er hingegen von dem mit so viel dramaturgischem Geschick und Schwermut herbeigeführten Ende der Welt - das Dröhnen vor schwarzem Hintergrund verblasste zu schnell angesichts der so intensiven Bildsprache am Anfang des Films.

Daher muss der interstellare Planet Melancholia mit 6 Sternen aus dem CINEtologischen Universum auskommen.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Vom Casino ins Kino: Spiele(r) auf der großen Leinwand

An dieser Stelle räumt der Gründer-CINEtologe einem Gastbeitrag angemessenen Raum ein. Darin wird auf Kinofilme Bezug genommen, die sich wie die Kugel beim Roulette bis zum Rien ne va plus um Casinos, Poker, Black Jack etc. drehen:   

Die besten Casinofilme aller Zeiten? Bei diesem Stichwort fallen den meisten Casinofans sofort die ganz großen Klassiker ein: Ocean's 11 und die Nachfolger Ocean's 12 und Ocean's 13, Martin Scorseses Meisterwerk Casino mit Robert de Niro und natürlich der Bond-Film Casino Royale – der erste mit dem damals noch ganz neuen Bond-Darsteller Daniel Craig – all das sind unvergessene Casino-Epen.

Die Ocean-Trilogie, für die Kultregisseur Steven Soderbergh verantwortlich zeichnet, erzählt mit großem Staraufgebot von den Casinoraubzügen der Clique um Danny (George Clooney) und Tess Ocean (Julia Roberts).
In Casino zeichnet Martin Scorsese Aufstieg und Fall von Sam "Ace" Rothstein nach, der sich in Las Vegas im Auftrag der Mafia um deren Casino-Geschäfte kümmern soll. Seine Schwäche dabei: Ginger, eine attraktive Prostituierte, die ihn jedoch mit seinem Jugendfreund Nicky betrügt und schließlich an einer Überdosis stirbt.
Casino Royale ist ein typischer Bond und erst in zweiter Linie ein Casinofilm. Das Nerven zerfetzende Texas Hold'em-Duell zwischen Craig und Mads Mikkelsen in seiner Rolle als Le Chiffre darf allerdings als Sahnestück unter den Casinoszenen gelten. Und das, obwohl 007 eigentlich sonst einem anderen Casinospiel mehr zugetan ist: Glaubt man älteren Filmen, spielt der Agent ihrer Majestät nämlich leidenschaftlich gern Baccara, Martinis und hübsche Frauen natürlich inbegriffen. 

Gute Casino Spiele sind auf jeden Fall immer ein guter Aufhänger für spannende Leinwandunterhaltung. Eine ganz eigene Kategorie bilden Pokerfilme, die mit der Welle der Pokerbegeisterung in den Fokus der Aufmerksamkeit rückten. Hier gab es einiges wiederzuentdecken. Bestes Beispiel: Der Klassiker Cincinnati Kid - unvergessen die beeindruckende, intensive Darstellung des "jungen Wilden" Eric Stoner durch Steve McQueen, der Altmeister Lancey Howard zum Duell fordert und am Ende alles verliert. Auch die auf der gleichnamigen Fernsehserie basierende Komödie Maverick mit Mel Gibson und Jodie Foster ist vielen Pokerfans unvergessen, ebenso wie das Altman-Werk California Split aus dem Jahr 1974. Aufgrund des regen Interesses kamen in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche neue Werke hinzu, von denen einige durchaus Kultfilm-Potenzial mitbringen: Etwa das mit Matt Damon und Edward Norton hochkarätig besetzte Drama Rounders oder All in, in dem ein alternder Poker-Pro (gespielt von Burt Reynolds), dem der ganz große Erfolg immer versagt blieb, es noch einmal wissen will und dabei seine Ehe aufs Spiel setzt. Der Film beeindruckt nicht zuletzt durch sein beeindruckendes Aufgebot an "echten" Pokerstars: So sind mit Shannon Elizabeth, Phil Laak, Antonio Esfandiari, Greg Raymer und Chris Moneymaker einige sehr erfolgreiche Spieler auf der Leinwand zu sehen, und auch die WPT-Kommentatoren Mike Sexton und Vince Van Patten ließen sich nicht lange bitten.

Wer mehr über die Großen der Pokerszene erfahren will, findet unter de.casinotoplists.com zahlreiche Spieler-Biographien. Wie im wahren Leben auch sind andere Casinospiele im Vergleich zu Poker etwas unterrepräsentiert.

2008 jedoch sorgte ein Black Jack-Film für Furore: In 21 geben sich etablierte Stars wie Kevin Spacey und Laurence Fishburn ein Stelldichein mit jungen Newcomern wie Jim Sturgess und Kate Bosworth. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt der Film die Geschichte des MIT-Professors Mickey Rosa, der einer Gruppe Studenten das Kartenzählen beibringt und mit Ihnen die Casinos in Las Vegas das Fürchten lehrt – bis die Clique die Aufmerksamkeit der Casino-Sicherheit erregt.

Spielautomaten eignen sich zwar weniger gut als Drehbuchgrundlage – dafür gibt es aber zahlreiche Themenslots, die ihrerseits auf Hollywood-Filmen basieren. Und das beschränkt sich beileibe nicht auf Star Wars, Tomb Raider oder Spiderman: Auch Dramatisches und Romantisches muss als Vorlage herhalten, denn immerhin gibt es auch zu Filmen wie Vom Winde verweht oder Forrest Gump das passende Automatenspiel. Wer hätte das gedacht?

Sonntag, 16. Oktober 2011

Das 49. NYFF lädt ein zu einer (cineastischen) New-York-Reise

© filmlinc.com
Nicht nur für Filmfreunde gab es in den letzten zwei Wochen wohl kaum einen besseren Zeitpunkt für eine Reise nach New York. In diesem Herbst versammelten sich hier zwischen dem 30. September und dem 16. Oktober 2011 die Stars und Sternchen, Regisseure und Kinofreunde für das prestigereiche 49. New Yorker Filmfestival. Anlässlich dieser Veranstaltung hat die Leisure Pass Group hinter The New York Pass ® eine Liste mit den besten zehn Filmen zusammengestellt, die allesamt in der Großstadtmetropole spielen - ihr räumt der Gründer-CINEtologe an dieser Stelle ein wenig Raum ein.

Die Warriors (Originaltitel: The Warriors) (1979)
Regisseur: Walter Hill

Dieser großangelegte und extrem stilisierte Actionfilm zeigt die Stadt in einer fiktiven Zukunft, in der kriegerische Banden die verwahrlosten Straßen kontrollieren und alle New Yorker Sehenswürdigkeiten dem Verfall anheim gefallen sind. Schmunzeln Sie über die absurden und übertrieben inszenierten Auseinandersetzungen zwischen den Anführern der Banden in ihren sorgfältig ausgewählten Anarchokostümen. Ein hervorragender Filmklassiker aus dem Herzen New Yorks.

Hundstage (Originaltitel: Dog Day Afternoon) (1975)
Regisseur: Sidney Lumet

Dieser hervorragende Kriminalfilm wurde zum prototypischen Vorbild für viele Regisseure seit dem ersten Beifall seiner Kritiker, den der Film kurz nach seiner Premiere im September 1975 erhielt. Der Film zeigt den Zynismus und Pessimismus der frühen siebziger Jahre. Durch die inspirierende Regie von Sidney Lumet und die Ausnahmeleistung von Al Pacino wird der Streifen zu einem wahrhaft mitreißenden Film, der es nicht versäumt, seine Betrachter über seine ganze Länge hinweg gebannt in den Sesseln zu fesseln.

Asphalt-Cowboy (Originaltitel: Midnight Cowboy) (1969)
Regisseur: John Schlesinger

Die ergreifende und geheimnisvolle schauspielerische Leistung von Dustin Hoffman und Jon Voight als ungleiche Freunde, die in den abgründigen und brutalen Straßen von New York ums Überleben kämpfen müssen, hat dieses Drama zu einer echten Legende werden lassen.

Shaft (1971)
Regisseur: Gordon Parks

Dieser Blaxploitation-Film mit Elementen des Film noir begleitet den Privatdetektiv John Shaft auf seinen Streifzügen durch Harlem und die von der Mafia kontrollierten italienischen Viertel auf der Suche nach der vermissten Tochter eines Mafiagangsters. Der Soundtrack von Isaac Hayes gewann einen Grammy und ist die perfekte Begleitung zur Souveränität, Einstellung und Gangart von Richard Roundtree.

Manhattan (1979)
Regisseur: Woody Allen

Einer der vielen hervorragenden Filme Woody Allens spielt in der Stadt seines Herzens und entdeckt dabei die fast schon komisch anmutenden Neurosen und Treulosigkeiten mehrerer Paare aus Manhattan. Nicht zuletzt auch wegen seiner filmischen Montage von Schwarzweißaufnahmen vieler bildschöner Ansichten von New York ist diese romantische Komödie für Liebhaber des Big Apples ein unbedingtes Muss.

Brennpunkt Brooklyn (Originaltitel: The French Connection) (1971)
Regisseur: William Friedkin

In diesem besonderen, realitätsnahen Krimidrama lassen zwei erfahrene Ermittler aus dem Rauschgiftdezernat des NYPD einen Drogenschmugglerring auffliegen, der von Marseille bis nach New York reicht. Mit dabei sind jede Menge Action und aufregende Autoverfolgungsjagden, die direkt in Brooklyn und New York gedreht wurden.

Nur Samstag Nacht (Originaltitel: Saturday Night Fever) (1977)
Regisseur: John Badham

John Travolta wurde berühmt mit seiner umwerfenden Darstellung als Tony Manero, einem Verkäufer in einem Brooklyner Farbenladen, der im New York der siebziger Jahre innerhalb der Subkultur zu einem wahren Star der Tanzfläche aufsteigt.

Cloverfield (2008)
Regisseur: Matt Reeves

Vom Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika wird eine Videokamera in Empfang genommen: Der Film ist das Material, das mit dieser Kamera aufgezeichnet wurde. Die Aufnahme mit der Handkamera verstärkt die Spannung als eine Gruppe ausgelassen feiernder Studenten von einem großen - an Jurassic Park erinnernden - Monster terrorisiert wird, das seinen Streifzug der Verwüstung damit beginnt, der Freiheitsstatue den Kopf abzureißen.

Stadt ohne Maske (Originaltitel: The Naked City) (1948)
Regisseur: Jules Dassin

Beim Großteil des Materials für seinen faszinierenden Dokumentarfilm arbeitete Jules Dassin mit versteckten Kameras um die „acht Millionen Geschichten einer Stadt ohne Maske" in den Vordergrund zu rücken. Ein wegweisender Film, der Betrachtern den alltäglichen Kampf und die Brutalität in der Stadt, die niemals schläft, hautnah vor Augen führt.

Do the Right Thing (1989)
Regisseur: Spike Lee

In Bed-Stuy im Brooklyn bricht in einer Pizzeria mitten im Herzen des Schwarzenviertels ein Aufstand aus. Mit seiner intelligenten und aufschlussreichen Regie gelingt es Spike Lee die Sichtweisen der verschiedenen daran beteiligten Figuren und auch die Spannungen aufzuzeigen, die im Amerika dieser Tage zwischen den verschiedenen Einwanderergruppen bestehen.

New York Pass ®

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Im Blickpunkt:Film steht: Bilanz des dritten Kino-Quartals 2011

Beim Blickpunkt:Film sieht man das Kino in Deutschland "2011 weiter auf Kurs": Von den insgesamt 693,5 Mio. Euro im Verlauf des Jahres wurden 261,1 Mio. im dritten Quartal erwirtschaftet. Verglichen mit den Vorjahren (Stand 2009 sowie 2010 im 3. Quartal: knapp 660 Mio. €) verzeichnet man damit ein Plus von 5 Prozent.

Wenn diesen bislang eingespielten fast 700 Mio. Euro lediglich 91 Mio. verkaufte Kinotickets gegenüberstehen, lässt sich schon einmal erahnen, dass wohl am ehesten damit zu rechnen ist, die Marke von 126,6 Mio. Tickets aus dem Jahr 2010 annähernd wieder zu erreichen.

Das Ergebnis von 2009 (146,3 Mio.) ist damit in weite Ferne gerückt.
Darüber sollte sich die (deutsche) Kinowirtschaft jedoch mit - aufgrund des anhaltenden 3D-Preistreibens - zumindest über der 900-Millionen-Marke gefestigten Umsatzzahlen (2009: 976,1 Mio. €; 2010: 920,4) hinwegtrösten können.


Für den Gründer-CINEtologen bieten solche Zahlenpräsentationen beileibe keinen Trost, sondern Trauer: Das mittlerweile fast allgegenwärtige 3D (siehe Abb.: so liest man in manch einem Trailer bereits: In ausgewählten Kinos auch in 2D) hat nicht etwa die von ihm so hoch gehaltene Kinokultur bereichert, sondern nur die Umsätze der Kinowirtschaft bei schwindenden Besucherzahlen stabilisiert.

Wer sich darüber freut, hat nie etwas für Kino übrig gehabt - außer das (in immer größeren Mengen zwingend benötigte) Geld für die Kinokarte.