Montag, 23. März 2009

Kritik: Männersache (19.03.2009)





Wenn Mario Barth in seinem gehypten Kinofilm in Bezug auf Lachattacken hinter die großartige Selbstironie von Sido alias Guido zurückfällt, dann…




CINEtologisches Fazit:

… hab ich entweder was verpasst oder das Barthsche Projekt Kinoleinwand konnte nicht überzeugen. Schauspielerisch war genug Potenzial versammelt, das steht mal fest. Storytechnisch hat man sich auf ein Bester Kumpel-Ding verlassen – annehmbar.
Damit hat man allerdings auch in Kauf genommen, dass von Dramaturgie… eher keine Rede sein kann.
Vielleicht lag es daran, dass das Steckenpferd vom Mario - die Witzeschlachtfeld zwischen Mann und Frau - im Namen der Story ganz bewusst stiefmütterlich behandelt wurde. Spekulation.
Also meins war’s jedenfalls nicht. Die Erwartungshaltung war aber eben vor dem (ob nun) gesteckten oder geschraubten Gerüstbau auch enorm hoch gewesen.

7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ***
===============
Schauspieler: ****
Story: ***
Plot: **
Musik: **

Kritik: Marley & Ich (10.03.2009)





Die Hundezüchterin wusste schon, warum sie das Sonderangebot als solches deklariert hat…





CINEtologisches Fazit:

Ob man über Owen Wilson nun generell eher schmunzeln kann oder ob von ihm auch die derben Lacher zu erwarten sind, darüber darf gestritten werden. Unbestreitbar bleibt von meiner Warte aus:
… dass ich von dem Schauspiel-Duett von Mr. Wilson & Mrs. Aniston von Anfang an überzeugt war und darin bestätigt wurde. Jennifer Aniston bleibt für mich eine der schönsten 40-jährigen Frauen auf Leinwand weltweit.
… dass die Story mir Lachfältchen in die Mundwinkel und Tränen in die Augen getrieben hat.
… dass die Plot die Irren und Wirren einer Beziehung (ob nun von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Hund oder von Mensch zu Hund zu Mensch) gut transportiert hat.
… dass die Musik ihr Übriges getan hat, um Emotionalität zu wecken.

Danke, Marley!

7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: ******
Story: *****
Plot: ****
Musik: *****

Kritik: Watchmen – Die Wächter (05.03.2009)






Das unverfilmbare DComic hat doch noch seinen Weg auf die Leinwand gefunden…





CINEtologisches Fazit:

Nachdem ich auf einem dem CINEtologischen Movement angegliederten Blog einen Verriss lesen musste, der sich gewaschen hat, will ich mich nun 18 Tage nach dem eigentlichen Filmkonsum zu Wort melden:

Ja, der Streifen war gedehnt wie ein Expander.
Das hat bei mir allerdings keine Langeweile hervorgerufen, wenn ich ehrlich bin. Nur krankheitsbedingte Hustenanfälle befördert.
Ja, die Charakterentwicklung hat von dieser Länge nicht profitiert.
Bisschen farblos im Panorama. Allerdings werde ich mich nicht als blauäugig bezeichnen lassen, wenn ich dem der Blueman Group Entlaufenen deutlich mehr abgewinnen konnte als es meinem geschätzten CINEtologischen Kollegen möglich gewesen zu sein scheint. Und der wandelnde Gesichtsklecks (nicht nur namentlich unverkennbar mit dem schweizerischen Psychiater Hermann Rorschach verbunden) gehört zu meinen Favoriten in der uns präsentierten Heldenriege.
In Bedeutungslosigkeit versinkende Superhelden vor dem historischen Hintergrund des Kalten Krieges haben mich angesprochen.
Als chronisch Detailverliebter bin ich durchaus auf meine Kosten gekommen. Ich gebe zu, dass im Überblick zu viel gewollt worden ist und zu wenig wirkliche Brillanten geschliffen wurden.
Und ja, die musikalische Untermalung kam auch mir anfangs wie ein Fauxpas vor.

Was ein Kinobesucher meinte mit seinem Satz Der Film hatte alles: Porno, Gewalt, Dramatik… und er hatte Batman auf den Punkt zu bringen, lässt sich nicht ganz vom Tisch wischen (Malin Akerman ohne das hautenge Outfit hatte zweifellos ihre weiblich bedingten körperlichen anziehend wirkenden Vorzüge vor den männlichen Helden), aber die Allmacht dieses Zitats entspricht nicht mehr meinem Empfinden.

7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ****
================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ****
Musik: ****

Ein anderer CINEtologe hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: The International (03.03.2009)





Clive Owen macht sich als Interpolizist daran, die wahre Bedeutung des Bankgeheimnis zu ergründen - und bedient sich dabei u.a. der schönen Naomi.




CINEtologisches Fazit:

Das Clive in seinen Rollen eine Affinität zu Waffen entwickeln konnte, kann auch in diesem Film kaum jemandem verborgen geblieben sein.
Allmählich würde ich Mrs. Watts schon gern mal wieder anders erleben – von mir aus darf sie demnächst charakterlich mehr zu bieten haben als die von ihr verkörperte unspektakulär grau geratene Staatsanwältin ohne Befugnisse und Durchsetzungskraft.
Wirklich hervorstechen konnte eigentlich nur Armin Mueller-Stahl mit seinem Kommunismus-Kapitalismus-Dilemma.
Die Plot konnte in der Tat mit einiger Dynamik aufwarten, was den Film ansehnlich machte.
Auch fernab der Bankenkrise wäre die Story einer filmischen Erzählung würdig gewesen. Banken, die (nicht erst seit gestern) in Waffenexporte investieren, finanzieren letztlich nur ein Vehikel, welches sie ihrem eigentlich Ziel zuführt:
Ein Konflikt irgendwo auf der Welt nützt einer internationalen Bank deshalb, weil er sich als ein todsicherer und äußerst profitabler Schuldengenerator erweist. Die Gewinnmarge der Waffenlieferung selbst reicht gerade einmal für eine tödliche Dosis Nervengift, um unliebsame Berichterstattung und Insider auszuschalten…


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ****
================
Schauspieler: ****
Story: *****
Plot: *****
Musik: ***

Ein anderer CINEtologe hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

DVD und Blu-ray Verleih per Post (inklusive VoD)