Donnerstag, 23. Juli 2009

Kritik: Harry Potter und der Halbblutprinz (15.07.2009)







Pottzblitz – Harry is back.
Aber wer bitte ist der Halbblutprinz?!







CINEtologisches Fazit:

Ich will ehrlich mit euch sein:
Nach Teil I habe ich kein Buch mehr angefasst und eine Durchsicht meiner Kinokarten belegt, dass ich bis dato lediglich Teil I und IV auf Leinwand gesehen hatte.
Es war nie schlecht, aber so richtig mitgerissen hat es mich nie.

Entsprechend skeptisch ging ich in die Vorstellung am Tag der Premiere.

Was ich zu sehen bekam, war dann doch den Kinogang wert:
Herangewachsene Hauptdarsteller (von denen jedoch nur Daniel Radcliffe wirklich überzeugend spielt; der Rest wirkt mir zu übertrieben), ein grandioser Charakter (Horace Slughorn, gespielt von Jim Broadbent), ein gekonnt in Szene gesetztes düsteres Setting mit einigen romantischen Einlagen zur Aufheiterung, der Abtritt des großen Albus Dumbledor und die Lösung auf die früh gestellte Frage nach der Identität des Halbblutprinzen.

Mir gefiel übrigens die Erinnerungsflaschensammlung. Nette Idee.

Es war Effekt-Kino mit Atmosphäre und es war Gefühlskino – und soweit war es gut.

So viel Urteil maße ich mir hier als bekennender Nicht-Potter-Lektüre-Kundiger und Kinogänger mit Filmaussetzern dann doch an.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ****
================
Schauspieler: *****
Story: *****
Plot: ****
Musik: ****

Ein anderer CINEtologe hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Brüno (14.07.2009)







Euer König Osama sieht aus wie ein obdachloser Weihnachtsmann oder ein versiffter Zauberer -
said it straight in the face of a terrorist of the El-Masri-Brigaden.





CINEtologisches Fazit:

Ich bin mir durchaus bewusst, dass die deutsche Synchronisation des Sacha Baron Cohen nur eine Ahnung davon geben kann, wie viel Arbeit und welches Talent in der Charakterschöpfung des Brüno zum Ausdruck kommt.

Aber das, was ich gesehen und gehört habe, hat mich auf eine Weise zum Lachen gebracht, in dem gleichzeitig Entrüstung und Ungläubigkeit mitschwang: Das, was der Brite Cohen dort auf dem nordamerikanischen Festland unter österreichischer Flagge betreibt, lässt sich durchaus auch als Konfrontationstherapie eines Traumas bezeichnen, welches zumindest einen Großteil der amerikanischen Gesellschaft in seinem Bann hält. Das Trauma äußert sich u.a. in Form bodenloser UnGayRechtigkeit sowie Geltungssucht.

Er provoziert, er stichelt, er deckt auf.

Ich bin nicht gewillt, all die wahnsinnigen Szenen hier wiederzugeben - dafür gibt es das Kino oder die heimische DVD-Abspielvorrichtung.

Absolut sehenswert: Kunst, Komik und Kontroverse vereint auf Leinwand!


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: *****
=================
Schauspieler: ******
Story: *****
Plot: ****
Musik: ****

Ein anderer CINEtologe hat diesen Film als OmU rezensiert.

Kritik: State of Play – Stand der Dinge (09.07.2009)







Haben wir uns gerade strafbar gemacht? -
Ne, das ist Spitzenjournalismus!







CINEtologisches Fazit:

Die Queen hat schon lange ihre gierigen greisen Grabscher nach ihnen ausgestreckt und mir war glücklicherweise ein intensiver Blick darauf vergönnt: Die Russel Crowenjuwelen.

Dieser Mann ist unglaublich begabt, ob in Bezug auf Humor, Charakterdarstellung oder einfach Präsenz. Dahinter muss ein – für mich insgesamt ohnehin weniger relavanter – Schauspieler wie Ben Affleck notwendigerweise zurückweichen, was in diesem Film sogar Teil seiner Rolle war. Eine großartige Redakteurin mimte Helen Mirren, Rachel McAdams verkörperte die engagierte Bloggerin mit dem Wunsch nach sozialer Mobilität in die richtige Richtung durchaus ansprechend.

Zur Story und der Dramaturgie muss ich das Drehbuchautoren-Quintett einfach beglückwünschen: Matthew Michael Carnahan (federführend hinter Operation Kingdom und Von Löwen und Lämmern), Tony Gilroy (Schriftführer u.a. bei Im Auftrag des Teufels), Peter Morgan (Mitverantwortlicher für das Drehbuch von Der letzte König von Schottland), Billy Ray (Autor u.a. von Das Tribunal) sowie Paul Abbott. Habe lange nicht mehr so viele Wendungen in einem einzigen Kinofilm erleben dürfen - danke dafür! Am Rande bemerkt: Alle in Klammern gesetzten Filme dieser Autoren sind klare Filmempfehlungen meinerseits.

Was gibt es mehr zu sagen? Überragendes Schauspiel in einem politisch-journalistischen Thriller, der die Privatisierungtendenzen des U.S.-Militärs anspricht und die Verwicklungen aufzeigt. Großes Lob und großes Glück, den Film im Kino gesehen zu haben!


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ******
==================
Schauspieler: *******
Story: ******
Plot: ******
Musik: *****

Ein anderer CINEtologe hat diesen Film ebenfalls rezensiert.

Kritik: Transformers – Die Rache (25.06.2009)







Ja, auch für den Typen, der mit den Autos spricht, wird es irgendwann einmal Zeit, das traute Heim gegen den erbarmungslosen Campus einzutauschen...






CINEtologisches Fazit:

Irgendwie wird man durch Transformers an die Zords der Power Ranger erinnert. In diesem Sequel wird dieser Eindruck durch den überdimensionalen Staubsauger bestätigt, der zumindest rein technisch an die Mega- und Ultrazords o.g. Serie von 1993 erinnert. Deutlich machen möchte ich aber, dass die Transformers ohne Frage die Zords einstampfen würden.

Das Wüstensetting (die Pyramiden und etliche weitere Details lassen auf Ägypten schließen) prägte dieses Sequel ebenso wie der gewohnt bezaubernde Anblick von Megan Fox.
Ein wenig Eifersucht hier, eine großartige Kampfszene des Optimus Prime zwischen Birken da, dazu noch ein hidden prime im Luftfahrt-Museum.

Das eine lasst euch gesagt sein, all ihr potenziellen extraterrestrischen Besucher dort im Universum: Wer heiß auf unsere Sonne ist, der muss sich über heftigen Hautkrebs in Form mächtiger Lackschäden nun wirklich nicht wundern!

Während Hasbro mit seinen Action-Figuren als Inspiration herhalten durfte, sind die U.S.-Streitkräfte und der angeschlagene Autobauer GM darum bemüht, ihr nicht mehr ganz blütenreines Image durch gezieltes Product Placement aufzupolieren – so wie die Transfomers, die nochmal an Chrom und damit Glanz zulegen konnten.

Insgesamt schauspielerisch konstantes, optisch weiter perfektioniertes, actiongeladenes und musikalisch in der oberen Liga anzusiedelndes Kinoerlebnis, das nicht nachgelassen hat und dem ein dritter Teil auf dem Fuß folgen dürfte.


7-Sterne-Skala:

Gesamteindruck: ****
=================
Schauspieler: *****
Story: ****
Plot: ****
Musik: *****

Ein anderer CINEtologe hat diesen Film ebenfalls rezensiert.